Nach der 1:7-Klatsche in Leiwen zeigte sich die SG Beuren gegen den Spitzenreiter deutlich verbessert und wäre beinahe zu einer Überraschung gekommen. Mit Mentalität, Willen und wieder mehr Leidenschaft stemmte sich das neue Schlusslicht aus dem Hochwald gegen die Niederlage. Longuich kam zu einem knappen, aber verdienten Arbeitssieg, der die SGL auf der Pole belässt.
„Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, weil sie nach dem 1:7 von Leiwen ein anderes Gesicht gezeigt und sehr gut dagegengehalten hat. Wir haben uns gewehrt und teilweise auch gut gespielt“, war Beurens Coach Jörg Lauer trotz der Niederlage mit der Leistung und der Einstellung zufrieden. Louis Welter brachte den Favoriten nach fünf Minuten in Führung, als der Kapitän der Gäste nach einem Eckball den Ball ungestört annehmen durfte und ihn dann ins Eck bugsierte. Doch Beuren gab sich nicht auf und spielte selbst gefällig nach vorn, sodass der Ausgleich nur zwölf Minuten später die logische Konsequenz darstellte. Tobias Gören nahm einen Pass von Niko Hauprich an, ließ zwei Gegenspieler aussteigen und schob ein. Longuich antwortete mit wütenden Angriffen, doch viele Bälle versprangen auf dem holprigen Boden. Louis Welter war es dann auch, der fünf Minuten nach Wiederbeginn einen individuellen Fehler der Beurener Hintermannschaft eiskalt zum Siegtreffer ausnutzte. „Das war ein langer Ball, bei dem sich unser Verteidiger verschätzt hat. Im Großen und Ganzen war das ein gerechter Sieg von Longuich, weil sie mehr Spielanteile hatten. Doch wir haben Moral und Teamgeist gezeigt, auch wenn die spielerischen Mittel gefehlt haben“, bemerkte Lauer. Longuichs Spielertrainer Bastian Hennen: „Viele hatten das Spiel aufgrund der letzten Ergebnisse von Beuren schon im Kopf gewonnen. Da dachten einige, es gehe von allein. Das war ein Arbeitssieg, der verdient ist, mehr nicht.“