So richtig erfreuen konnte sich Gusenburgs Trainer Thomas Lehnen nach dem 6:3-Spektakel seiner Mannschaft gegen Schleidweiler nicht. Sein Team ist zwar mit einem Blitzstart furios in die Partie gekommen, als nach fünf Minuten schon ein 3:0 auf der Anzeigetafel geschrieben stand, doch spielerisch ließ Gusenburg einige Wünsche offen. Dennoch: Gusenburg bleibt Dritter und im Titelkampf hauteng dabei.
Pascal Kopnarski nach 50 Sekunden, Stefan Engel nach drei Minuten und wiederum Engel nach nur fünf gespielten Minuten ließen das Team aus der Fidei frühzeitig die Segel streichen. Individuelle Fehler begünstigten die Niederlage, wie Regisseur Michael Junk befand: „Hätte unser Tormann heute nicht so einen miserablen Tag gehabt, hätten wir das Spiel locker gewonnen. Denn Gusenburg zeigte keinen richtigen Spielaufbau, es kam einfach immer ein langer Ball von hinten.“ Und genau da waren sie anfällig, die Kicker aus der Fidei. Zwar sorgte der später des Feldes verwiesene Sebastian Thiel per direkt verwandeltem Freistoß für das 1:3, doch nach Foul an Lukas Nickels stellte Mathias Renn per Elfmeter wieder auf 4:1. Junk war es, der seine Farben kurz vor der Pause per Handelfmeter wieder in den Hoffnungslauf schoss – 4:2 (43.). Eine entscheidende Szene bahnte sich in der 47. Minute an, als Engel nach einem Katastrophenfehler der Fidei-Abwehr mit dem 5:2 zur Stelle war. Auf Vorlage von Sebastian Tögel verkürzte Junk kurz nach dem Seitenwechsel auf 3:5, in der Nachspielzeit jedoch sorgte Engel dann für die endgültige Entscheidung in einem turbulenten, von zahlreichen Fehlern auf beiden Seiten durchsetzten Spiel. Gusenburgs Torwart Thomas Schuh hielt zweimal mit spektakulären Paraden nach Kopfball von Junk und bei einem Schuss aus spitzem Winkel aus Nahdistanz von Tögel den fünften Gusenburger Sieg in Folge fest.