Geht es nach VfL-Trainer Marco Neumann, soll noch vor den drei letzten Spielen mit einem Sieg gegen den Liganeunten von der Mosel ein entscheidender Schritt in Richtung Klassenverbleib vollzogen werden, um ein mögliches Abstiegsendspiel am 26. Mai bei der SG Osburg zu vermeiden.
Denn mit der SG Schöndorf auswärts und der DJK Pluwig-Gusterath zuhause warten in den nächsten zwei Wochen spiel- und kampfstarke Mannschaften aus der Verfolgergruppe. Neumann hat ein klares Credo formuliert: „Wir müssen und werden alles investieren, um das Spiel am Sonntag bei uns zuhause zu gewinnen. Longuich wird den Ticken mehr Fußball spielen als Niederkell zuletzt. Ich erwarte aber auch ein brutal intensives Spiel, das emotionsgeladen werden kann. Wir müssen effektiv verteidigen, doch vor allem auch zielorientiert nach vorne spielen.“ Von der taktischen Ausrichtung ist sich Neumann insgeheim schon im Klaren, Details verrät der 35-Jährige indes noch nicht. „Wir wollen vorne attackieren, werden früh anlaufen, um den Gegner früh zu Fehlern zu zwingen. Das ermöglicht uns, nahe am gegnerischen Strafraum zu sein, um ein Tor zu erzielen.“ Personell hat Neumann bis auf die Langzeitverletzten Arne Hackmann – der Trainer spricht von einem möglichen Comeback zur Wintervorbereitung 2025 – sowie Kapitän Till Wollenweber – hat mit dem Aufbautraining bereits begonnen, wird aber erst zur Vorbereitung auf die neue Saison im Sommer wieder auflaufen – alle Spieler an Bord. Alpha Dramé ist aufgrund gesundheitlicher Probleme momentan kein Thema beim Liga-Elften. Doch Mohammed Elhelw ist ebenso wieder eine Option wie der junge Hassan Baran. Dieser wurde bei der SV Elversberg ausgebildet und hat auch bei Eintracht Trier in der U17 Regionalliga-Erfahrung sammeln können. Der 18-Jährige soll sukzessive ins Spiel des VfL eingebunden werden. Nahe dran am Klassenverbleib ist indes der Gegner aus Longuich, Fell und Riol. Um ganz sicherzugehen, fehlen dem Team von Trainer Jan Küchling noch drei Punkte. Und die wollen die Moselkicker bereits am Sonntag in Trier-Heiligkreuz generieren. Dabei geht der Blick exklusiv auf das eigene Team. „Ich schaue immer nur auf meine Mannschaft. Wir wollen das Spiel gewinnen und müssen dafür viel investieren. Gelingt uns das, haben wir gute Chancen, etwas Zählbares aus Trier mitzunehmen“, weiß Küchling, was die Stunde geschlagen hat. Als früherer Profi und gestandener Coach strebt der 47-Jährige stets nach dem Maximum. „Man startet ein Spiel immer, um Punkte zu bekommen, ansonsten kann man ja zuhause bleiben. Die Aufstellung oder Ausrichtung entscheidet sich die Woche, wenn wir sehen, wer uns am Wochenende zur Verfügung steht.“ Zuletzt fehlten dem Tabellen-Neunten mit Marvin Schmitz, Maximilian Schmitz, Markus Kündgen und Aladin Shallar krankheits- oder verletzungsbedingt vier Stammkräfte. Dean Dederichs fehlt berufsbedingt und Nico Reis nach einer Operation die komplette Rückrunde. Küchling hofft, dass Markus Kündgen am Wochenende wieder zu Verfügung steht. Ein Thema stellt Küchling ganz bewusst in den Vordergrund: „Mir ist noch eine Sache sehr wichtig. Wir sprechen hier jetzt über vereinzelte Spieler. Für mich zählt aber nur das gesamte Team und da gehört jeder Spieler dazu. Das haben wir letzte und auch diese Saison schon gesehen, dass jeder gebraucht wird.“
TR-Heiligkreuz, So., 5.5., 15.00h
