Der SV Schleid avanciert nach dem 3:1-Heimerfolg gegen den SV Tawern zum ärgsten Verfolger von Ligaprimus Schweich.

Mit dem fünften Sieg in Folge und dem Sprung an Tawern vorbei auf Rang zwei, unterstrich der SV Schleid seine derzeitige exzellente Form. Für den SVT war es nach sechs ungeschlagenen Spielen die erste Niederlage nach fast eineinhalb Monaten. Es war im übrigen die erste offizielle Partie beider Kontrahenten um Bezirksligapunkte, denn bislang standen sich die Clubs lediglich einmal im Rheinlandpokal gegenüber. Die Partie begann turbulent: Nach Ecke von Nico Britz durfte Aron Matondo mutterseelenallein zwischen zwei Verteidigern hinweg zum Kopfball ansetzen und traf ins Eck – 1:0 (3.). Doch Tawern, das nach 30 Minuten seinen Unterschiedsspieler Pascal Hurth wegen einer Knieverletzung ersetzen musste, schlug postwendend zurück, als eine Linksflanke von Pascal Kirch beim Tawerner Torjäger ankam und dieser mit seinem 17. Saisontor den 1:1-Ausgleich markierte. Kurz vor der Halbzeit ließ Matondo die Grün-Weißen nach einem Freistoß von Taner Weins zum zweiten Mal jubeln (2:1, 45.) und als Fabian Breuer wenige Augenblicke nach Wiederbeginn auf 3:1 stellte, war auch die moralische Gegenwehr des bisherigen Tabellenzweiten gebrochen. In der Nachspielzeit lenkte Schleids Torwart Jens Freis einen Foulstrafstoß von Tobias Düpré zunächst gegen den Pfosten und parierte auch den zurückprallenden Ball reflexartig. „Es war ein absolut verdienter Sieg, weil wir die entscheidenden Zweikämpfe gewonnen und stets spielerische Lösungen gefunden haben. Nach 15 wilden Minuten haben wir dann die Spielkontrolle übernommen und uns von hinten bis hinter die erste Pressinglinie von Tawern durchkombiniert“, lobte Schleids Spielertrainer Taner Weins das gesamte Kollektiv. Es sei ein rundum gelungener Auftritt gewesen, befand Weins, der sich mit diesem Sieg selbst das schönste Geburtstagsgeschenk bereitete. Der Abwehrorganisator des SVS feierte am Freitag seinen 36. Ehrentag. Tawerns Coach Steve Birtz bilanzierte, dass „wir am Anfang gut drin waren, griffig agierten und nach deren Führung direkt eine Antwort parat hatten. In der zweiten Halbzeit waren wir fast immer einen Schritt zu spät in den Zweikämpfen und trafen oft die falschen Entscheidungen. Der Sieg von Schleid ist verdient.“ Beim 1:2 per Freistoß habe seine Mannschaft keinen Zugriff gehabt. „So haben wir den Ball nicht mehr gut in den eigenen Reihenhalten können und besaßen keine zwingenden Torchancen mehr. Schleid besaß an diesem Abend die reifere Spielanlage“, bilanzierte Birtz abschließend.