Eigentlich waren alle Weichen auf Unentschieden gestellt, doch am Ende setzte sich der FC Könen doch noch durch. Zum Leidwesen der Tawerner Reserve, die in der Schlussminute das Derby-Remis herschenkte.
Rund 100 Zuschauer verfolgten das Derby zwischen dem FC Könen und dem SV Tawern II, sahen dabei aber zunächst keine Tore. Denn trotz vorhandenen Abschlussmöglichkeiten schaffte es keine Mannschaft, den gegnerischen Torwart zu überwinden. Auch im zweiten Durchgang warteten die Anhänger beider Lager vergeblich auf den Führungstreffer. So lange, dass es schon schien, als würde das Nachbarschaftsduell in einem torlosen Remis enden – tat es jedoch nicht: Könen eroberte in der 95. Minute den Ball im Mittelfeld und konterte. Mika Rörsch legte auf den eingewechselten Burak Tepe quer, der zum 1:0-Endstand einschob.
Ein später Nackenschlag für den SV Tawern II und Trainer Torsten Konter: „Vom Spielverlauf her wäre ein Unentschieden gerecht gewesen. Chancen waren auf beiden Seiten vorhanden und die Torhüter hielten ihre Mannschaften im Spiel. Das Gegentor fiel durch einen Konter und da hätten wir in der 95. Minute einfach cleverer sein müssen. So ist der Fußball halt und es wird gespielt, bis der Schiedsrichter abpfeift. Es hat nicht sollen sein.“
Auf der Gegenseite zeigte sich Könens Spielertrainer Marcel Herrig mit dem Auftritt seiner Elf zufrieden: „Über allem steht für mich, dass wir die Dinge umsetzten, die wir uns vorgenommen hatten: Einstellung, Geschlossenheit und Teamleistung. Anfangs hatten wir etwas mehr Spielanteile und Chancen. Da kann ich auch ein Lob an den gegnerischen Torwart aussprechen. In der zweiten Halbzeit stellte Tawern etwas um und machte uns das Leben schwerer. Am Ende führte eine Balleroberung zum 1:0, das wir dann über die Zeit bringen konnten.“
Ein Sonderlob verdiente sich der Unparteiische der Partie, welcher das Derby laut Tawerns Konter „überragend“ und „souverän“ leitete.
Foto: Archiv/Sandra Maes
