Nach jeweils sechs Gegentreffern in den ersten beiden Partien steht der FSV Trier-Kürenz in dieser Saison noch ohne Punkte da. Mit der Zweitvertretung aus Matthias wartet nun ein Gegner, der bisher ungeschlagen ist – aber auch einer, an den der FSV gute Erinnerungen haben dürfte.

Der FSV Trier-Kürenz hatte am Ende der vergangenen Saison allen Grund zur Freude, denn an den finalen Spieltagen glückte – auch dank der Mithilfe von der SG Saartal II – doch noch der Klassenerhalt. Eine aufreibende Saison für den damaligen Aufsteiger, der eigentlich gut in die Spielzeit gestartet war. So glückten in den ersten drei Partien je drei Unentschieden – darunter gegen die späteren Aufsteiger Olewig und Trier-Euren. Spannend machte es der FSV, als man zwischenzeitlich 14 Spiele ohne Sieg blieb. Dies wiederum lag an einer eklatanten Schwäche der Kürenzer: der Offensive. In der abgelaufenen Saison erzielte man nur 32 Tore in 26 Spielen. In gerade einmal vier Spielen konnte man mehr als zwei Tore verbuchen und aus diesen Partien dann nur vier Punkte verbuchen. Im Gegenzug kassierte man „nur“ 60 Gegentore und damit sieben weniger als der Tabellensechste SG Zewen II.

In dieser Saison fiel der Auftakt des FSV Trier-Kürenz deutlich anders aus. In den ersten beiden Spielen gegen den VfL Trier II und den SV Tawern II erzielten die Kürenzer insgesamt fünf Tore, kassierten dabei aber jeweils sechs – Punkte waren bei dieser Gegentorflut nicht möglich. Bitter, denn in beiden Spielen ging der FSV in Front, lag gegen die Tawern-Reserve sogar mit 3:0 vorne. Beachtlich: Sechs der bisher zwölf Gegentore fielen nach der 70. Minute und ein Großteil aller bisher kassierten Gegentore laut Trainer Stephan Wicht aufgrund individueller Fehler. Die gute Nachricht: Die Offensive um Mustafa Kamal (zwei Tore), der einen großen Teil der Vorsaison verpasste, und Miguel Hutmacher (drei Tore) scheint treffsicherer zu sein als in 2025/26. Will der FSV nun einen kompletten Fehlstart vermeiden, muss man die individuellen Fehler im zweiten Heimspiel der noch jungen Saison abstellen.

Der kommende FSV-Gegner DJK St. Matthias Trier II blickt hingegen auf einen erfolgreichen Saisonstart zurück. Unter dem neuen Trainer Dominik Müller-Wintersig, der sein Gegenüber Stephan Wicht noch aus gemeinsamen Tarforst-Zeiten kennt, glückten vier Punkte (1:1 gegen Tawern II, 3:1 gegen Sirzenich II). Ein solider Auftakt, an den die Mattheiser nun im Stadtteil-Derby anknüpfen möchten. Der große Vorteil gegenüber dem FSV liegt in der Breite des DJK-Kaders. 26 Spieler stehen dem neuen Coach zur Verfügung und auch Abstellungen der ersten Mannschaft sind nicht ausgeschlossen. Zudem stimmt die Altersstruktur in der Elf, in der sowohl junge Spieler wie auch erfahrene Routiniers aufeinandertreffen. 

Eine Mischung, aus der Müller-Wintersig ein starkes Team formen möchte. So solle sich jeder Spieler integrieren und beteiligen. Auch fußballerisch soll die Truppe einen Schritt nach vorne machen, Situationen spielerisch auflösen sowie bei allem Spaß den Fokus in Training und Spiel nicht vermissen lassen. Bisher scheint das gut zu klappen und ein weiterer Punktgewinn dürfte die Entwicklung der Matthias-Reserve nur noch weiter beflügeln. 

Ein Freifahrtschein ist auf dem Petrisberg-Hartplatz trotz des Kürenzer Fehlstarts aber nicht zu erwarten. Schon in der vergangenen Saison boten sich Kürenz und Matthias enge Spiele, bei denen jeweils nur ein Tor den Unterschied machte. Die DJK gewann ihr Gastspiel mit 2:1, Kürenz revanchierte sich in Trier-Feyen (1:0). Ergebnisse, die dem FSV Mut machen dürfen.

Trier-Kürenz, So., 23.08., 14.30h

Foto: Archiv/Alfred Weinandy