Sieht man sich die Tabelle nach dem 21. Spieltag an, hat man augenscheinlich den Eindruck, dass das kommende Spiel des Tabellenzweiten gegen den Neunten einen eindeutigen Ausgang nehmen müsse. Beuren ist haushoher Favorit, doch die Gäste aus Gutweiler gelten als ausgemachter Angstgegner. Wer die Statistik bemüht, wird erkennen, dass der letzte Sieg der Gelb-Schwarzen bereits zweieinhalb Jahre zurückliegt.

Für Freunde der gepflegten Statistik sei erwähnt, dass es für Beuren seit dem 18. August 2012 keinen Sieg mehr gegeben hat. An jenem heißen Sommertag besiegte das Beurener Team den Angstgegner mit 3:2. Seitdem gab es keinen einzigen Sieg mehr. Im Gegenteil: Die Grün-Weißen dominierten die Partien danach und brachten aus vier Spielen immerhin sechs Zähler mit. Auch beim 1:1 im Hinspiel hatte das mit Vorschusslorbeeren in die Saison gestartete Beuren mehr Mühe als erwartet und erzielte erst in der Nachspielzeit durch Thorsten Weinberg den Ausgleich. „Gutweiler muss man immer sehr ernst nehmen. Gegen sie hatten wir in den letzten Jahren immer unsere Probleme. Gutweiler hat mit Michael Wick und Andreas Kern sehr gute Individualisten und ist unbequem zu spielen.“ Beurens Coach Sascha Domdei, der zusammen mit Andre Weinberg die sportlichen Geschicke führt, wird demnach explizit auf die Stärken von Gutweiler hinweisen. „Das klare 6:2 in Geisfeld hat Selbstvertrauen gegeben. Es war ein klares Signal für die Konkurrenz“, sagt Domdei, der die Erwartungshaltung im Umfeld dämpft. „Das Umfeld will natürlich auch, dass wir aufsteigen, doch die Welt geht nicht unter, wenn wir das nicht packen. Schaffen wir das nicht auf direktem Wege, dann eben über die Relegation. Die Qualität ist auf jeden Fall da.“ Mit Benny Weiler vom Hermeskeiler SV und dem Ex-Mehringer Patrick Jäckels haben die Hochwälder in Sachen Qualitätsmanagement tüchtig nachgelegt. Jäckels hat von vier Spielen drei gemacht und dabei bereits vier Tore erzielt. „Patrick tut uns gut, er ist pfeilschnell und in Kombination mit Andre Weinberg nur schwer auszuschalten“, betont Domdei, der derzeit ohne Verletzungssorgen auskommt. Das Team sei sehr trainingsfleißig und insgesamt gut aufgestellt. „Wir haben Thomm noch zuhause und auch Gusenburg ist noch gut dabei. Wir wollen gegen Gutweiler unsere Hausaufgaben machen und gewinnen. Dann sehen wir auf Issel und Thomm.“

Beuren, So., 19.04., 14.30h