Beide Mannschaften treffen sich im sportlichen Niemandsland, haben lediglich marginale Verbesserungen im Endklassement auf dem Zettel. Während man in der Schweicher Vorstadt mit dem Erreichten wohl kaum zufrieden sein dürfte, spielte Leiwen eine nahezu sorgenfreie Saison. In den Heimspielen habe das Team überzeugt, doch auswärts sah es oft „mau“ aus. Diesen Auswärtsfluch will das Team jetzt besiegen.
Das jüngste 4:3 gegen Zemmer legte offen, was Leiwen schon über die gesamte Saison spielte: zuhause hui, auswärts pfui. Doch gegen den Tabellendritten legte das Team von Helmut Winnebeck eine richtig starke Leistung auf den Platz. „Wir haben von Anfang an konsequent in deren Hälfte agiert und sie permanent unter Druck gesetzt, konnten so deren Spielaufbau unterbinden. Aufgrund des Chancen-Plus‘ ist der Sieg hochverdient.“ Durch den kleinen Kader durchlebte der SVL eine Saison voller Höhen und Tiefen. „In vielen Spielen war es nicht einfach, überhaupt eine gute Mannschaft auf den Platz zu kriegen. Die Heimstärke hat mich überzeugt, doch auswärts war es oft eine Katastrophe“, bilanziert der Leiwener Coach, der auch in der nächsten Saison das sportliche Sagen haben wird. Das Team durfte aufgrund der manchmal angespannten personellen Lage in der Bezirksligamannschaft kaum von deren Leihgaben profitieren. „Einige waren nie richtig fit, andere hatten Trainingsrückstände aufzuholen“, sagt Winnebeck. Mit André Alten kehrt im nächsten Spieljahr ein erfahrener Mann zurück. Für die Partie am Schweicher Schulzentrum fällt Sebastian Löwen beruflich aus. „Ziel ist es auf jeden Fall, einen Punkt mitzunehmen.“ Issels Coach Dietmar Laschet hat ein Credo formuliert: „Das letzte Heimspiel zu gewinnen ist eine Tugend. Dafür wollen wir alles tun. Taktisch gesehen werden wir früh die Räume zustellen und den Gegner zu Fehlern zwingen, um dann kontrolliert nach vorne zu spielen.“ Mit ein bisschen Glück könnte es für Issel am Ende noch zu Platz vier reichen.