Es ist vielleicht nicht das allergrößte Spiel im Hochwald, das die Partie zu einem Leckerbissen werden lässt. Doch an Spannung und Brisanz ist das Derby in Grimburg wohl kaum zu überbieten. Das ist noch immer Abstiegskampf pur, das ist auch noch immer Elfter gegen 13. mit dem gewissen richtungsweisenden Blick. Gusenburg kann mit einem Sieg den nächsten Schritt aus der Grauzone machen - und der HSV denkt nicht an eine Niederlage.

Über die Kreisliga-C Mosel/Hochwald berichtet unser Redakteur Lutz Schinköth

Da war natürlich mehr drin für beide Mannschaften am letzten Sonntag. Während Gusenburg in Beuren irgendwie die spielerische Linie fehlte, wurde auch Hermeskeil seiner Favoritenrolle gegen Farschweiler nur bedingt gerecht. Der Aufsteiger hat mit vier Punkten und erst einem einzigen Sieg noch keine Bäume ausgerissen, doch der ist gewillt, mit einem Erfolg noch vor der Winterpause die Hoffnung auf den Klassenerhalt zu wahren. Das Gusenburger Team hat seit der Amtsübernahme von Rainer Müller und Bernd Barthen auf der Kommandobrücke drei Siege einfahren können. Rainer Müller: „Bei den drei Siegen gegen Farschweiler, Fell und Leiwen haben wir deutliche Verbesserungen im Spielaufbau, im Spiel über die Außenpositionen und im Zweikampfverhalten gesehen. Auch die Chancenverwertung ist besser geworden. Das stimmt uns zuversichtlich. Hermeskeil ist ein?Gegner, den man zuhause unbedingt schlagen muss. Wir wollen uns zu Beginn direkt offensiv präsentieren und sind komplett.“ Klare Worte eines Trainers, der nicht nur die Strukturen im Verein, sondern auch die Spieler bestens kennt. „Bernd und ich haben Jugendarbeit im Verein geleistet und selbst hier gespielt. Die Spieler nehmen uns ernst, wir sind akzeptiert und respektiert. Die Mannschaft an sich funktioniert richtig gut. Die Jungs kommen mit Spaß zum Training und wollen sportlich gesehen natürlich den Klassenerhalt vorzeitig sichern.“ Müller und Barthen haben das System auf ein 3-5-2 umgestellt, spielen wieder mit dem alten System mit Libero. Mit Rochus Weber, Torwart Oliver Reis und dem reaktivierten Michael Weber hat Gusenburg er-fahrene Leute im Team. Die beiden Kapitäne Pascal Kopnarski und Arwut Janphaphat sind Garanten für ein druckvolles Angriffsspiel. Gegen den Derbynachbarn aus Hermeskeil gilt indes nur ein Credo: „Wir wollen gewinnen und können so die Voraussetzung dafür schaffen, um in zwei Wochen gegen Mehring nochmal nachzulegen. Das werden zwei richtungsweisende Spiele.“

Grimburg, So., 10.11., 14.30h