Wenn der SV Konz auf die SG Saartal trifft, ist jedes Mal Spannung und Brisanz vorprogrammiert.

Beide Kontrahenten lieferten sich in den vergangenen Jahren stets enge, intensive und torreiche Duelle. Irschs Sportlicher Leiter Philip Kramp erinnert sich an das Hinspiel: „Das Hinspiel haben wir mit 2:0 für uns entschieden. Ich denke, dass wir seinerzeit vier oder fünf A-Jugendspieler auf dem Platz hatten. Es war das erste Spiel, bei dem man gemerkt hat, dass die Taktik von Trainer Peter Schuh, auf die Jugend zu setzen, aufgegangen ist.“ Auf welche Weise der SVK zu knacken ist, weiß der Coach nur allzu gut. „Wir werden versuchen, unser Spiel durchzubekommen. Gelingt uns das über weite Strecken, können wir mit drei Punkten die Heimreise antreten“, erwartet Kramp nicht nur einen heißen Tanz, sondern auch Intensität und Körperspannung pur. „Die Derbys zwischen beiden Mannschaften waren immer umkämpft, es ging stets heiß her. Es kann durchaus eine hitzig geführte Partie werden und ich hoffe deshalb, dass sich beide Mannschaften aufs Fußballspielen konzentrieren.“ Die Saartaler erwartet in diesen Tagen eine englische Woche, denn am Mittwoch stand bereits das Nachholspiel gegen die SG Rascheid (bei Redaktionsschluss noch nicht angepfiffen) auf der Agenda. Personell bestehen derzeit kaum Sorgen beim aktuellen Tabellensiebten der Bezirksliga. Bis auf den an den Folgen einer Corona-Erkrankung laborierenden Tobias Baier hat Schuh alles an Bord.

Oliver Hongla, Trainer des SV Konz, erwartet eine starke Irscher Mannschaft. „Die Saartaler sind brutal gut drauf und haben Schweich sehr stark gefordert. Sie haben zuletzt acht Tore geschossen in zwei Spielen und ich erwarte sie entsprechend offensiv ausgerichtet. Es wird ein enges Spiel, in dem wir kompakt stehen und schnell umschalten müssen“, rechnet Hongla nicht mit einem offenen Schlagabtausch, sondern eher mit einer kontrollierten Offensive auf beiden Seiten. Die Erinnerungen an das Hinspiel (0:2) sind beim39-Jährigen noch sehr wach: „Wir waren zunächst gut im Spiel, haben aber zu wenig Torgefahr ausgestrahlt und waren zu konteranfällig. Die zwei Leichtsinnsfehler, die wir fabriziert haben, wurden gnadenlos bestraft. Zudem waren wir im Zentrum nicht griffig genug. Welches Erfolgsrezept hat Hongla im Derby? „Wir sollten die Fehlerquote minimieren und eine gute Konterabsicherung haben. Wenn wir mehr Druck aufs gegnerische Tor ausüben, können wir zumindest einen Teilerfolg ziehen.“ Personell hat der 39-Jährige einige Baustellen zu bearbeiten. Stefan Becker, Mamadi Diakité, Hamza Mato, Felix Schmand, Robin Meyer und Mevlüt Kücükmemisoglu fehlen aus Verletzungsgründen, Tim Laudwein krankheitsbedingt. Merlin Weis (beruflich), Michel Kupper-Stöß und Nikola Kiefer sind nach überstandener Krankheit wieder eine Option für die Bank.

Konz, Sa., 23.3., 16.30h    

Foto: Alfred Weinandy/Archiv