Die SG Kenn/Longuich/Riol/Fell hat es einen Spieltag vor dem Ende der Saison geschafft: Der Klassenverbleib ist nach einem glatten 3:0-Sieg gegen die zweite Garde des FSV Trier-Tarforst endlich final eingetütet worden. Doch der Erfolg der Moselaner, die erst spät die Entscheidung erzwangen, wurde von der schweren Verletzung von Luca Welter getrübt.


Doch von vorne: Die Hausherren legten zum Abschied ihres Trainers Andreas Schneider, der nach knapp anderthalb Jahren an der Seitenlinie aus beruflichen und zeitlichen Gründen aufhört und das Team nun schon zum zweiten Mal in Folge zum Klassenerhalt geführt hat, nach 20 Minuten das 1:0 vor. Lasse Bartnick hatte eine Flanke von Tony Franzen verwertet. Lange passierte nicht viel in den Strafräumen, ehe Alin Zait eine Minute vor Schluss nach Vorarbeit von Fabian Faber auf 2:0 stellte und die Partie damit entschied. Als Tarforst aufmachte, wurden die Trierer Höhenstädter ein zweites Mal ausgekontert: Faber erzielte nach Steckpass von Nico Reis das schlussendliche 3:0 (90.+2). Trainer Andreas Schneider sprach von einem traurigen Ende einer am Ende doch so erfolgreichen Spielzeit. „Wir haben absolut verdient gewonnen und insgesamt eine starke Leistung gezeigt. Der Schlüssel war einmal mehr unsere defensive Stabilität – wir haben sehr gut verteidigt und erneut zu Null gespielt. Dennoch wird das eigentlich so positive Wochenende von der schweren Verletzung von Luca Welter überschattet.“ Wie der Coach der SG Kenn berichtet, zog sich Welter schon früh in der Partie diese Verletzung zu. „Bereits in der neunten Minute zog sich Luca bei einem Pressschlag mit einem Tarforster Spieler einen Bruch von Schien- und Wadenbein zu. Luca musste mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden und wurde noch in der Nacht operiert. Wir alle sind tief betroffen. Dadurch sind der geschaffte Klassenerhalt sowie mein letztes Heimspiel und das einiger verdienter Spieler in den Hintergrund geraten. So wichtig und bedeutend der sportliche Erfolg und der damit verbundene Klassenerhalt auch sind – angesichts einer solchen Verletzung wird einem bewusst, wie nebensächlich all das eigentlich ist.“ Da die Konkurrenten aus Kanzem, Niederkell und vom VfL Trier ihre Spiele verloren, haben sich auch die Tarforster über die Ziellinie gerettet und bleiben auch in der kommenden Saison A-Ligist.

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