Im vergangenen Jahr platzierte sich der SV Bekond hinter Meister Pölich und dem FC Schöndorf auf dem dritten Tabellenplatz. In diesem Jahr wollen die Bekonder höher hinaus. Deshalb bläst die punktuell verstärkte Elf von Frank Amberg selbstbewusst zum Angriff auf die Aufstiegsplätze.
11ER: Herr Amberg, in der Vorbereitung zeigte Ihre Mannschaft starke Leistungen – auch gegen höherklassige Teams. Wie zufrieden sind Sie insgesamt mit der Vorbereitungsphase?
Frank Amberg: Ich bin mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Wir hatten permanent 16 bis 18 Spieler im Training bei einem Kader von 20 Leuten. Der ein oder andere hat mal wegen Studium oder Schichtarbeit gefehlt, ansonsten waren alle da. Unsere Neuzugänge haben sich auch super integriert. Die Kameradschaft und der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft ist wirklich super. Ein kleiner Wermutstropfen war, dass das erste Spiel nicht so super gelaufen ist, wie wir uns das gewünscht hätten.
11ER: Mit Pascal Lex und Christoph Morbach kamen zwei Spieler mit Bezirksliga-Erfahrung nach Bekond. Stephan Schneider fand sich mit einem Tor ins Team ein. Wie bewerten Sie die Transfers des SV Bekond?
Frank Amberg: Alle Neuzugänge haben direkt eingeschlagen und waren von Beginn an aktiv im Training und Spiel mit dabei. Diese drei Spieler haben auch schon Führungsrollen übernommen, obwohl bei ihnen nach der langen Pause – wie bei allen anderen auch – noch etwas die Power fehlt. Julien Masselot und unsere anderen Neuzugänge sind ebenfalls klasse Fußballer und Top-Leute. Julien muss leider oft die Spätschicht übernehmen und fehlt deshalb manchmal im Training. Allgemein haben wir unsere Qualität verbessert und haben jetzt 20 Spieler die mindestens B-Klassen-tauglich sind.
11ER: Im vergangenen Jahr wollten Sie die Mannschaft stabilisieren und in der B-Klasse etablieren. Folgt in diesem Jahr der Angriff auf die Spitze?
Frank Amberg: Wir haben ganz klar das Ziel oben anzugreifen und wollen mit dieser Mannschaft generell jedes Spiel gewinnen. Um am Ende oben zu stehen, braucht es aber auch immer etwas Glück, um von Verletzungen verschont zu bleiben. Davon bleibt man aber nur selten verschont. Nick Schneider hat sich zum Beispiel am Wochenende verletzt. Da hoffe ich, dass es nichts Schlimmeres ist.
11ER: Mit der SG Longuich-Kirsch wartet eine gute junge Mannschaft, die sich im vergangenen Jahr unter Andreas Weber nochmals verbesserte. Wo sehen Sie die Stärken der Longuicher?
Frank Amberg: Ich kann bei ihnen keine wirkliche Schwäche ausmachen. Sie haben einen guten Sturm, eine gute Abwehr und auch richtig gute Leute im Mittelfeld, wo sie sehr präsent sind. Das ist schon insgesamt eine sehr gute Truppe. Ich habe Longuich in der ersten Hälfte gegen Ehrang gesehen und das war schon stark – und da hat Andy Weber noch nicht mal selber mitgespielt. Ich rechne mit einem Spiel auf Augenhöhe, aber wir fahren natürlich nach Longuich, um etwas mitzunehmen.
11ER: Was wird gegen die SGL entscheidend sein, um drei Punkte zu gewinnen?
Frank Amberg: Wir müssen kompakt gegen den Ball stehen und die Schnittstelle aktiv suchen. Dann gilt es unsere Chancen zu nutzen. Wir sind bei Standards gefährlich und wollen das erneut zeigen. Mit Konate verfügt aber auch Longuich über kopfballstarke Spieler. Da werden Nuancen entscheiden, vielleicht sogar ein Standard.
11ER: Wie sieht es personell vor dem Topspiel aus?
Frank Amberg: Wir haben 20 gute Spieler, sind also top besetzt. Ich hoffe aber, dass Nick Schneider nicht schwer verletzt ist und zurückkommt. Sein Ausfall wäre wirklich ein Verlust für uns.