Topspiel-Vorbericht, Bezirksliga

Hitziges und emotionales Derby erwartet

09. September 2021, 14:21 Uhr

Badems Defensivspezialist Christopher Keil (links) geht angeschlagen in die Partie mit dem SV Speicher. Gelingt ihm und seinem Team der zweite Saisonsieg? Foto: Maximilian Wirkus

Mit dem SV Speicher und der SG Badem treffen am Samstag ab 17 Uhr in Kyllburg zwei Kellerkinder aufeinander. Das Duell birgt zusätzliche Brisanz, weil es einen gewissen Lokalcharakter besitzt.

Beide Mannschaften sind mit großen Personalproblemen behaftet, die sie auch in dieses Derby mitnehmen. Doch Ausreden zählen sowohl Martin Wagener als auch für Roger Reiter nicht. „Die, die auf dem Platz stehen, müssen ihre Leistung abrufen“, meint Badems Coach Reiter. Speichers Coach Wagener bemüht die traditionelle Formel, „nicht ins offene Messer zu laufen. Wir brauchen eine Konterabsicherung, spielen aber voll auf Sieg.“ Trotz der Leidenschaft und Einsatzbereitschaft, die Wagener fordert, wollen „wir auch mit fußballerischen Mitteln den Erfolg suchen. Wir versuchen, unser Spiel durchzukombinieren und müssen deshalb Torchancen generieren.“ Die bisherige Bilanz sieht erst ein einziges Aufeinandertreffen in der noch jungen Historie dieses Derbys. Am 18. Oktober 2020 hieß es in der Töpferstadt 2:1 für die Hausherren. Der SVS-Coach erwartet einen „tief in der eigenen Hälfte stehenden und sehr unbequemen Gegner, der aber blitzschnell umschalten und torgefährlich werden kann. Da müssen wir höllisch aufpassen.“ Die Personallage verbessert sich beim SVS nur marginal. Zwar kommen Raphael Klotz, Alex Newman und Robin Eiden aus Verletzungen zurück, auch Tim Roth steht nach ein paar Urlaubstagen wieder bereit. Doch nach wie vor sind mit Artur Poloshenko und Marcel Selmane wichtige Säulen verletzt. Auch Florian Hermes und Nico Back fehlen angeschlagen. Mit Thomas Schütz fehlt die Schaltzentrale im Mittelfeld urlaubsbedingt. Auch Roger Reiter erwartet auf dem Speicherer Kunstrasen einen topmotivierten Gegner, der „immer unbequem ist. Wir wissen, was auf uns zukommt. Ich erwarte einen offenen Schlagabtausch und will die drei Punkte unbedingt mitnehmen. Wir versuchen, offensiver als zuletzt zu agieren, unser eigenes Spiel zu machen und das Quäntchen Glück zu haben. Es wird definitiv eine harte Nuss, die es zu knacken gilt.“ An der prekären Personalsituation wird sich auch vor diesem wegweisenden Match kaum etwas ändern. Pascal Espinosa und Timo Schakat fallen noch vier Wochen aus, Norman Schneider hat seine Laufbahn schon letzte Saison beendet, steht aber für den Fall der Fälle bereit. Auch Luca Hardt und Pierre Valerius brauchen noch Zeit zum Aufbau. Christopher Keil ist angeschlagen und hinter Tobias Hahn stehen Fragezeichen. Bei Patrick Rings ist noch unklar, ob dessen Erkältung abgeklungen ist und er auflaufen kann.
Kyllburg, Samstag, 11.9., 17.00h

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