Für die Mosella kommt es momentan knüppeldick – im positiven Sinne. Denn nach dem Hit beim Tabellenzweiten SV Tawern (1:2) steht den Schweichern mit dem Auftritt am heimischen Winzerkeller bereits acht Tage später das nächste Highlight ins Haus. Die Partie gegen den Tabellenvierten aus Schleid wird nicht nur für den TuS zu einer weiteren Nagelprobe, sie ist auch eine wegweisende Partie.

Nach der ersten Niederlage in dieser Saison haben die Verantwortlichen in Schweich die Sinne geschärft und fokussieren sich ganz auf den nächsten Jahreshöhepunkt. Noch ist der Vorsprung der Schweicher mit aktuell vier Punkten bei einem noch ausstehenden Spiel in Wallenborn (22.11.) einigermaßen komfortabel. Eine zweite Niederlage in Folge könne sich das Team von Thomas Schleimer aber kaum leisten. Dann wäre nicht nur der ehemals neun Punkte betragende Vorsprung dahin, sondern mit dem SV Schleid würde eine weitere Mannschaft in die Spitzengruppe drängen.

Welches Spiel erwartet der 26-jährige Chefcoach der Mosella? Wie sehen dessen Ambitionen aus? Fragen über Fragen, denen sich der Trainer des Tabellenführers stellen muss. Mit welchen Mitteln und Lösungen gelingt gegen Schleid ein Dreier? „Wir müssen mit einer hohen Intensität agieren, ein gutes Positionsspiel aufziehen – ohne dabei die defensive Balance zu verlieren – und noch mal mehr Zielstrebigkeit im letzten Drittel entwickeln.“ Schleimer erwartet eine Partie, dass „auf hohem spielerischen Niveau stattfinden, aber auch von Taktik geprägt sein wird. Wobei das spielerische Element überwiegen wird, weil beide Teams Freunde eines gepflegten Fußballs sind. Ich erwarte ein intensives, temporeiches Spiel.“ Die Personalsituation wird sich indes kaum verändern. Es sind alle Spieler verfügbar bis auf die weiterhin verletzten Philipp Seeberger, Nico Schmitt, Elias Hansjosten, Adrian Ossen, Niklas Cillien und Leon Schmid.

Schleids Spielertrainer Taner Weins weiß um die Stärken des Gegners und wird seine Mannschaft entsprechend darauf einstellen: „Schweich besitzt hohes Niveau auf allen Ebenen. Vor sechs Monaten haben wir dort 0:3 verloren und unsere Grenzen aufgezeigt bekommen. Dort herrscht immer eine eklige Atmosphäre, weil die Zuschauer nahe dran am Spielfeld sind. Wir nehmen die Außenseiterrolle an, wir wissen aber auch, was wir können. Schweich hat eine gute Qualität von eins bis 20 und gehört in dieser Konstellation auch nicht in diese Liga.“ Weins ist jemand, der immer konkrete Vorstellungen von dem hat, wie man den kommenden Gegner beeindrucken kann. „Um Schweich in Verlegenheit zu bringen oder auch zu schlagen, brauchen wir einen sehr guten Tag, an dem alles passen muss. Nach der Niederlage in Tawern wird Schweich heiß wie Frittenfett sein. Doch wir haben eine Idee, wie wir sie aushebeln können. Wir müssen von der ersten Minute an eine gewisse Zweikampfhärte zeigen, 110 Prozent Vollgas geben und dürfen uns von der hitzigen Atmosphäre nicht anstecken lassen. Denn die Zuschauer dort bringen immer Feuer rein.“ Bis auf Fynn Raskob, der im Dezember am Knie operiert wird, hat der SV Schleid alle Spieler an Bord.

Schweich, Sonntag, 19.11., 15.00h