Wenn am Sonntag der VfL Trier auf Mariahof die SG Kanzem empfängt, ist Hochspannung und Intensität programmiert.
Es ist für beide Mannschaften ein immens wichtiges Spiel, das vor allem die Gäste aus dem Saartal nicht verlieren dürfen. Käme es dazu, dann würden die Heiligkreuzer auf acht Punkte enteilen und der angestrebte Nichtabstiegsplatz vor der Winterpause zur Makulatur. Auf der anderen Seite wäre ein Auswärtserfolg der Mannschaft von Carlo Müller und seines Trainerpartners Thomas Konz gleichbedeutend mit dem Vorrücken auf einen Nichtabstiegsplatz, falls der FSV Tarforst sein Derby in Trier-Irsch verliert. Doch soweit möchte Trainer Müller noch nicht denken. „Wir erwarten ein kampfbetontes, sehr intensives Spiel auf Mariahof. Beide stehen unten drin, wir noch ein bisschen mehr mit dem Rücken zur Wand. Denn der VfL hat deutlich mehr Luft als wir. Wir dürfen die Lücke zum unteren Mittelfeld auf die sicheren Plätze nicht zu groß werden lassen“, weiß Müller um eine diffizile Situation. Taktisch möchte sich der Kanzemer Coach nicht in die Karten schauen lassen, doch der kündigt eine laufintensive und körperlich robuste Gangart an. „Wir müssen vor allem die defensiven Zweikämpfe annehmen, aber auch geschickt agieren, um keine Elfmeter gegen uns zu riskieren. Wir können mehrere taktische Varianten spielen. Eventuell werden wir es defensiver angehen lassen.“ Simon Fell wird aufgrund beruflicher Verpflichtungen in Dubai nicht anwesend sein können. Für VfL-Trainer Marco Neumann geht es darum, den zuletzt starken Lauf fortzusetzen und den womöglich vierten Sieg in Folge mit in die Winterpause zu nehmen. Gelänge ein siebter Saisonsieg, könnte man sehr entspannt in die Weihnachtspause gehen. „In erster Linie wollen und müssen wir unsere Grundtugenden abrufen. Wir definieren uns über unser Offensivspiel, das wir mit sehr viel Tempo und über die Flügel vortragen wollen. Wir benötigen einen engagierten Auftritt, die richtige Mentalität und wenn es darauf ankommt, auch Comebackqualitäten. Denn wir haben einige Spiele in dieser Saison nach Rückständen noch gedreht bekommen.“ Die Langzeitverletzten Noah Laros, Till Wollenweber und Tom Kruse fallen weiterhin aus. Auch Luca Kirschweng ist mit einem Außenbandriss außen vor. Ob es Torwart Yannic Lange pünktlich von einer Familienfeier zurück schafft, müsse Neumann abwarten. Ansonsten steht Joshua Prechtl wieder für das Tor bereit. A-Jugend-Spieler Arian Zylfijaj ist wegen einer Muskelverletzung fraglich.
TR-Mariahof, Sonntag, 23.11., 15.15h
Foto: Archiv/Alfred Weinandy
