2:2-Unentschieden trennten sich der FSV Tarforst II und der VfL Trier im Lokalderby am Trimmelter Hof.


Nach einem langen Ball von Yahia Elgadady erzielte Paul Kersthold die Tarforster Führung (16.). In der 26. Minute hatte der VfL die Chance, zu egalisieren, doch Matheus Maciell fand bei einem Foulstrafstoß seine Meister in FSV-Torwart Leif Rosenthal, der die Ecke ahnte. Als Philipp Salm nach Vorarbeit von Kersthold in der 52. Minute auf 2:0 stellte, schien der Heimsieg schon in trockenen Tüchern. Doch der VfL kam mit Vehemenz zurück. Nach Foul an Luca Kirschweng erzielte Tom Kruse mit einer immer länger werdenden Freistoßflanke ins lange Eck den 2:1-Anschlusstreffer. Nach einem Foul am eingewechselten Jon Rollo verwandelte diesmal Tom Brand den zweiten Elfmeter sicher – 2:2 (84.). Tarforsts Jan Bachmüller hatte Rollo ungeschickt abgeräumt. „Die erste Halbzeit war wieder gut, da hätten wir 3:0 führen können. Ein individueller Fehler führte zum Foulelfmeter, als Jan Bauchmüller im Dribbling den Ball verlor und er seinen Gegenspieler abräumte. Es ist natürlich ärgerlich, wenn du ein 2:0 wieder so verspielst. Mit dem Punkt sind wir nicht zufrieden, am Ende kannst du das Spiel aber auch noch verlieren. Derzeit schlagen wir uns selbst“, ging Tarforsts Trainer Alex Becker kritisch mit seinen Schützlingen um. VfL-Coach Marco Neumann war sichtlich hin- und hergerissen, ob seine Mannschaft nun einen Punkt gewonnen oder zwei Punkte verloren hatte. „Es war ein schnelles und gutes A-Liga-Spiel, weil beide einen fußballerischen Ansatz verfolgt haben und am Ende war es auch kein ungerechtes Unentschieden. Aufgrund der starken zweiten Halbzeit mit dem verschossenen Elfmeter und der Riesenchance von Matheus Maciell kurz vor Schluss bin ich aber irgendwie enttäuscht. Wir waren dreimal über die linke Seite durchgebrochen, haben aber leider keinen Abnehmer gefunden. Die ersten 25 Minuten war der FSV besser. Mit dem ersten Elfmeter fanden wir zunehmend die Spielkontrolle. Wir haben 60 tolle Minuten gespielt.“

Foto: Archiv/Sandra Maes