A-Klasse, Nachbericht

FSV Trier-Tarforst II – SG Saarburg 3:4 (3:0)

13. September 2021, 16:39 Uhr

Die Tarforster Reserve verspielte gegen die SG Saarburg eine 3:0-Führung und verlor am Ende noch mit 3:4. Foto: Archiv

Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten sahen die Zuschauer auf dem Trimmelter Hof. 

Zunächst spielte der FSV wie aus einem Guss und machte aus vier Chancen drei Tore. Zu diesem Zeitpunkt ahnte niemand, dass der 3:0-Halbzeitvorsprung für die Höhenstädter nicht zum Sieg reichen sollten. Marcel Mühlen, der später die große Chance auf das 4:2 hatte, aber an Saarburgs Torwart Julian Neumüller scheiterte, eröffnete in der 13. Minute den Torreigen. Nach 22 Minuten hieß es durch Benjamin Arnold schon 2:0. Arnold ist etatmäßiger Spieler der Rheinlandligaelf und brauchte über die Zweite Spielpraxis. Daniel Will: „Benny hat super performt.“ Als Paul Kersthold in der 34. Minute auf 3:0 stellte, deutete nichts auf eine mögliche Wende hin. Doch Saarburg kam wie umgewandelt aus den Kabinen und drehte die Partie auf beeindruckende Weise. Nach einem Pass in die Tiefe war Tim Darimont zur Stelle und schob die Kugel allein auf den Torwart zulaufend zum 1:3 in die Maschen (55.). Als Saarburgs Kapitän Jonas Schwarz in der 71. Minute das 2:3 erzielte, war wieder richtig Feuer unterm Dach. Und dann wurde es brutal spannend, als der Schiedsrichter eine neunminütige Nachspielzeit anzeigte. Nach einem der unzähligen Freistöße aus dem Halbfeld, meist getreten von Spielertrainer Bastian Hennen, stoppte ein Tarforster Innenverteidiger den Ball wohl mit der unteren Schulter, sodass der Referee auf den Elfmeterpunkt zeigte. Nicolas Hengel blieb cool und verwandelte zum 3:3 (90.3). Die entscheidende Szene ereignete sich drei Minuten später, nach dem der Schiri nochmals zwei weitere Minuten angezeigt hatte. Ein Freistoß von der Mittellinie segelte auf den Kopf von Schwarz, der Bruchteile von Sekunden vor dem FSV-Keeper an den Ball kam und den viel umjubelten 4:3-Siegtreffer markierte. Daniel Will jedenfalls war bedient. „Der Torwart kommt bei dieser Szene raus, obwohl er eigentlich auf der Linie bleiben muss. Wenn man zur Halbzeit nicht unverdient mit 3:0 führt, darf man so ein Spiel nicht verlieren. Einstellung und Moral waren in der zweiten Halbzeit nicht mehr hundertprozentig vorhanden. Saarburg hat mit seinen schnellen Leuten für Unruhe gesorgt und nicht unverdient gewonnen.“ SG-Trainer Bastian Hennen sah das ähnlich: „Das 0:3 zur Halbzeit tat uns schon dick, doch wir haben eine gute Moral gezeigt und haben konsequent weiter Fußball gespielt. Wir hätten bereits vorher einen Handelfmeter bekommen müssen, doch der Pfiff blieb da aus. Aufgrund der zweiten Halbzeit, als wir deutlich besser im Spiel waren, ist der Sieg verdient.“

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