Wer hätte gedacht, dass beide Trierer Mannschaften am Sonntag ein Stadtduell im tiefen Tabellenkeller austragen?
Da die Liga extrem eng ist und die Abstände von Platz 14 (Ehrang) auf Rang sieben (Föhren) lediglich drei Punkte betragen, kann man schnell unten reinrutschen, falls zwei Spiele am Stück verloren gehen. Die FSG Ehrang/Pfalzel empfängt als Schlusslicht (neun Zähler) den unmittelbar vor ihnen platzierten FSV Tarforst II (zehn Punkte) zum Kellerduell. Noch vor drei Wochen schlug die FSG die SG Weintal zuhause mit 4:1 klar und deutlich. Nach drei Pleiten am Stück (2:4 DJK St. Matthias, 0:7 SV Föhren, 0:3 Trier-Irsch) ist klar, dass man ohne weitere Punkte in akuter Abstiegsgefahr schwebt. Weil mit Benny Weiler und Christoph Marzi beide Übungsleiter im Urlaub weilen, übernahm der verletzte Routinier Andreas Huwer das Training. Er wird das Team wohl auch am Sonntag auf dem Rasen von Pfalzel coachen. Klar ist: Wer dieses Duell verliert, wird es definitiv bis zur Winterpause schwer haben, das Tiefgeschoss der Liga zu verlassen. Für die Hausherren heißt es am Sonntag: kratzen, beißen, Meter machen. Es wird auf Kleinigkeiten ankommen. Julien Masselot und Emre Altintas fehlen rotgesperrt. Ähnlich prekär ist die Lage bei der Zweitvertretung des Bezirksliga-Spitzenreiters aus Tarforst. Mit nur einem Punkt aus den vergangenen vier Partien ist das Team von Trainer Alexander Becker wieder auf den vorletzten Platz abgerutscht. Zwar verlor der FSV nie hoch, sondern immer knapp, doch am Ende waren es Details, die andere Mannschaften haben jubeln lassen. „Gegen Ehrang haben wir in der Vorsaison in der B-Klasse, also eine Etage tiefer, zweimal 2:2 gespielt und auch im OB-Pokal hat keiner von beiden Mannschaften das Ding ziehen können. Spiele zwischen Ehrang und uns sind immer ausgeglichen und eng. Ziel ist es, in Pfalzel zu gewinnen. Dafür müssen wir die äußeren Bedingungen des Rasenplatzes in Pfalzel annehmen und über 90 Minuten konstant performen“, will FSV-Coach Alex Becker die Konzentration hochhalten. Jacob Penth ist wieder eine Option, nachdem der lange verletzte Mittelfeldakteur gegen den VfL Trier ab der 55. Minute bereits zu einem Kurzeinsatz gekommen war. Marcel Mühlen, der so dringend gebraucht wird, wird nach Angaben des Trainers noch eine Woche aussetzen. „Wir wollen kein unnötiges Risiko eingehen“, so Becker.
TR-Pfalzel, Sonntag, 19.10., 15.00h
