„Die eigene Leistung hinterfragen“

Frank Hermes – SG Wallendorf

30. September 2021, 11:51 Uhr

11ER: Sie waren beim 1:2 gegen die SG Baustert nach dem Spiel etwas angefressen. Warum?

Frank Hermes: Weil nicht jeder Spieler sein wahres Leistungsvermögen gezeigt hat und nicht hundertprozentig konzentriert war. Zudem sollte sich jeder Spieler hinterfragen, ob er wirklich alles für den Erfolg der Mannschaft gegeben hat. Das habe ich bei einigen nicht gesehen. Wenn du so ein Sechs-Punkte-Spiel verlierst gegen einen Kontrahenten im Abstiegskampf, ist das doppelt schmerzhaft.


11ER: Dass es schwierig wird nach den drei starken Abgängen, war der Mannschaft bewusst. Was fehlt der Mannschaft gegenwärtig, um wieder konkurrenzfähig zu sein?
Hermes: Das Problem fängt beim Training an. Wenn du nur acht Spieler auf dem Trainingsplatz hast, dann fehlt dir Fitness und das Gefühl für den Platz. Wir müssen es wieder hinbekommen, eine gewisse defensive Stabilität in unser Spiel zu bringen. Das ist das A und O. Ich hoffe, dass mit der Rückkehr von Christian Weber und Peter Pott zwei gestandene Spieler wieder bereit stehen.

11ER: Wo setzen Sie den Hebel an?
Hermes: Wir werden zunächst mal das Spiel gegen Baustert aufarbeiten und viele Gespräche führen müssen. So kann ich das nicht stehen lassen. Den Spielern muss bewusst sein, dass man jeden Sonntag an seine Leistungsgrenze und darüber hinaus gehen muss, wenn man in der Bezirksliga bestehen will. Derzeit gibt es keinen bei uns, der das Zepter in die Hand nimmt und keinen, der das Spiel im Mittelfeld ordnet und lenkt. Das können wir nur über das Kollektiv lösen. Spieler, wie Pascal Müller oder Noah Prinz sind dazu in der Lage, Führungsqualitäten auf dem Platz zu übernehmen.

11ER: Den Vergleich gegen den kommenden Gegner SG Ruwertal braucht ihre Mannschaft nicht zu scheuen, denn die Statistik weist ein klares Plus auf. Gibt es noch Erinnerungen an den letzten Sieg gegen Ruwertal?
Hermes: Das letzte Heimspiel haben wir mit 4:1 gewonnen. Man ist eigentlich nie chancenlos, muss aber alles reinwerfen. Dann bin ich auch absolut überzeugt davon, was mitnehmen zu können.

11ER: Zumal ein weiteres Kirmesspiel vor der Tür steht.
Hermes: Ja, das Spiel findet in Kruchten statt und dort ist Kirmes. Die Zuschauer sind dann besonders motiviert und wollen auch eine Leistung sehen und nicht nur einen lustlosen Kick. Die vielen Zuschauer sollten die Jungs heiß machen und besonders motivieren. Der Platz ist groß, aber nicht in bestem Zustand.

11ER: Worin sehen Sie die Stärken von Fabian Spartz?
Hermes: Fabian kann ich flexibel einsetzen: Entweder in der Viererkette im Zentrum oder aber als Mittelstürmer. Er ist kopfballstark und sehr schussstark.

11ER: Und wo liegen die Stärken von Nils Trierweiler?
Hermes: Nils spielt bei uns jetzt den Sechser-Part und hat sich zuletzt gut entwickelt. Er soll als Passgeber fungieren und kann mit seiner Spielübersicht ein Spiel lesen.

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