Gleich 13 Tore fielen in einer „verrückten“ Partie zwischen dem FC Gielert und der FSG Ehrang/Pfalzel – inklusive kurioser wie auch sehenswerter Treffer.

„Es war das erwartet schwere Spiel. Wir kannten Ehrang ja noch aus der letzten Saison und haben sie in diesem Jahr als Aufstiegskandidaten ausgegeben. Durch die Auflösung ihrer ersten Mannschaft kamen noch Spieler mit Rheinlandliga-Erfahrung dazu und das merkte man. In der ersten halben Stunde bzw. ersten Halbzeit konnten wir sie noch ärgern. In der zweiten hat man einfach den Qualitätsunterschied gemerkt“, fasste Gielerts Sportlicher Leiter Kevin Kohl das Torfestival zusammen.

Dieses begann bereits nach fünf Minuten, als Raphael Sausen nach einem vermeintlichen Handspiel der Gäste vom Punkt zur Führung traf. Nur zwei Minuten später erhöhte der FC Gielert auf 2:0, nachdem ein Abschluss von Maximilian Gorges im Ehranger Tor landete. Die Antwort der Gäste folgte postwendend durch Andreas Huwer, der akrobatisch auf 2:1 verkürzte (9.). Als Patrick Mertes in der 13. Minute abzog, war die Partie plötzlich wieder offen. Zumindest bis zur 30. Minute: Gielerts Michael Kohl, der nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Dennis Wokulat in die Innenverteidigung rückte, zog aus der eigenen Hälfte ab und überraschte damit Ehrangs Keeper, der an der Strafraumkante stand – 3:2 für Gielert. Schluss war damit in Hälfte eins noch lange nicht, denn Ehrangs Florian Mertes (38.) und Rene Jahn (42.) stellten die Partie komplett auf den Kopf. 

Nach dem Seitenwechsel drückten die Gäste auf weitere Tore, legten durch Mertes in der 53. Minute das 3:5 nach. Zwar verkürzte Michael Kohl per Elfmeter noch auf 4:5 (57.), doch im Anschluss spielte nur noch die FSG. So ließen Andreas Huwer (70., 73.) und Jahn (78., 90.) vier Treffer zum 4:9-Endstand folgen.

Ein Spiel, das Ehrangs Benny Weiler nur schwer in Worte fassen konnte: „Es war ein verrücktes Spiel. Wir lagen schon nach sieben Minuten mit 2:0 zurück. Das direkte 2:1 war wichtig und die Jungs bewiesen wieder einmal Moral. Wir hatten in der ersten Halbzeit richtig Probleme mit dem Platz, konnten uns nur schwer daran gewöhnen. In der zweiten ließen bei Gielert die Kräfte nach und nach mehreren Gegentoren ergaben sie sich dann mehr oder weniger.“