Am Sonntag kommt es auf dem Kaseler Rasenplatz zum ersten großen Aufeinandertreffen der beiden noch ungeschlagenen Ligaschwergewichte.
Mit dem 2:2 beim SV Lüxem verloren die Ruwertaler vergangenen Sonntag ihre ersten Punkte. Zuvor marschierte der Tabellenzweite mit sechs Siegen am Stück souverän durch die Liga. Trainer Benny Leis, der am Lüxemer Grünewald keine gute Partie der eigenen Mannschaft gesehen hatte, freut sich auf das Kräftemessen mit dem Ligaprimus, weiß aber auch um die besondere Note dieser Partie. Verliert seine Mannschaft in Kasel, müsste man den eigentlichen Titelfavoriten aus Schweich auf fünf Punkte ziehen lassen. Doch Leis hofft auf die Steigerungsfähigkeit seines Teams und setzt auf die eigene Heimstärke. „Das letzte Heimspiel gegen Schweich haben wir im Frühjahr mit 3:1 verdientermaßen für uns entschieden. Das war ein richtig starkes, wenn nicht sogar unser bestes Saisonspiel seinerzeit. Klar, dass wir auf eine ähnlich starke Leistung am Sonntag hoffen.“ Leis lässt aber auch durchblicken, dass seine Mannschaft wisse, was sie erwartet. „Wir werden gut vorbereitet sein.“ Am letzten Auswärtsspiel seiner Mannschaft am Winzerkeller lässt der 35-Jährige kein gutes Haar. „Da waren wir hinten raus chancenlos und hatten der Spielfreude und Wucht der Mosella nichts entgegenzusetzen (1:3). Doch das ist längst Vergangenheit. Wir wollen unser Heimspiel gewinnen und erwarten in Kasel in unserem Wohnzimmer eine große Kulisse.“ Nach Angaben des Ruwertaler Coaches, sei, Stand jetzt, der komplette Kader verfügbar. Mosella-Trainer Thomas Schleimer erwartet ein „echtes, rassiges und kampfbetontes Spitzenspiel, bei dem aber auch die fußballerischen Lösungen nicht zu kurz kommen werden. Wir freuen uns auf dieses Spiel und hoffen auf eine positive Zuschauerresonanz – insbesondere natürlich aus unserem eigenen Fanlager.“ Mögliche Lösungen hat der 26-Jährige bereits im Kopf, damit am Ende von 90 intensiven Minuten erneut die Null steht in der Negativbilanz. „Wir müssen von Anfang an konzentriert zu Werke gehen und unseren eigenen Ballbesitz gut absichern, damit das schnelle Umschaltspiel von Ruwertal nicht zum Tragen kommt. Darüber hinaus wird es auf eine konsequente Verwertung der heraus gespielten Chancen ankommen.“ Der Kader ist indes bei weitem nicht komplett. So fallen Chris Keller, Marco Steffen, Levi Agbor, Philipp Seeberger und Nico Schmitt aus Verletzungsgründen aus. Fraglich sind zudem Eric Reuter (krankheitsbedingt) und Adrian Ossen (Arbeit).
Kasel, Sonntag, 1.10., 14.45h
Foto: Sandra Maes
