Auch in Speicher wird es keine Zuschauerunterstützung für den SVS geben. Dennoch marschiert der Aufsteiger als klarer Favorit in dieses kleine Derby.
SV Speicher – SG Kyllburg
Die Mannschaft von Martin Wagener ist furios gestartet und hatte sich temporär auf Platz sechs vorgearbeitet, doch das 0:6 von Ehrang zeigte die Schwachstellen auf. Das Team verlor in den entscheidenden Momenten den Zugriff und die defensive Ordnung und handelte sich innerhalb von wenigen Minuten drei Gegentreffer ein. So wird Wagner auf die Heimstärke seines Teams vertrauen, denn im Stadion An der Lehmkaul ist das Team noch ungeschlagen. Wallenborn (3:1) und Irsch (2:1) bekamen die Spielstärke des Eifelaufsteigers auf eigenem Geläuf bereits zu spüren, beim 4:4 gegen die SG Nusbaum offenbarte das Team allerdings erneut einige Defizite im Abwehrverbund.
Nicht zu beneiden ist indes Roger Reiter. Der Kyllburger Trainer muss sich Woche für Woche sein Personal zusammensuchen, denn es fehlen mehr als ein halbes Dutzend Stammspieler wegen Verletzungen. Mit Michael Nierobis kam letzte Woche ein weiterer Spieler dazu. Der Mittelfeldspieler zog sich an der Leiste eine Verletzung zu. Für die Partie in Speicher fallen mit Marius Reiter, Pierre Valerius, Norman Schneider, Timo Schakat, Patrick Rings, Arne Becker, Torwart Simon Eppers und jetzt mit Nierobis acht Spieler aus. Auch der oft noch reaktivierte Jerome Kolling, der für „Ernstfälle“ bereitstand, fällt aus. Valerius’ Rückkehr zieht sich nach dessen Kreuzband-OP noch über Monate hin. Eventuell könnte Schneider wieder von der Bank aus zum Einsatz kommen, meint Reiter. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Es fehlt vor allem an Qualität von der Bank, die zudem jetzt noch dünner besetzt sein wird. Die Mannschaft ist insgesamt zu jung.“ Doch Reiter ist ein Kämpfertyp. „Auch wenn uns die personellen Alternativen langsam ausgehen, wollen wir in Speicher mit Mentalität und Willen einen Punkt mitnehmen.“
Speicher, Sonntag, 18.10., 15.00h