Am Samstag empfängt der Tabellenfünfte FSV Salmrohr den Ligaprimus aus Trier-Tarforst. Die Ausgangslage sieht die Tarforster in einer äußerst komfortablen Situation.
Denn der Primus hat bereits 15 Punkte zwischen sich und den Salmtalern gelegt. Während der FSV Tarforst nach 15 Partien noch immer ungeschlagen durch die Liga marschiert, musste der Namensvetter aus dem Salmtal bereits über fünf Niederlagen klagen. Einige Male haperte es an der Einstellung der Salmrohrer, die sich zu oft überraschen ließen in dieser Saison, wie beim 1:2 in Pellingen auf dem ungeliebten Hartplatz, der zudem seinerzeit mit jeder Menge Pfützen übersät war. Für den früheren Regionalligisten geht es in dieser Saison ohnehin nur noch darum, den Blick auf Rang zwei nicht zu verlieren. Mit der Vizemeisterschaft könne man sich über die Relegationsspiele eventuell doch noch für die Rheinlandliga qualifizieren. Doch der Trainer wiegelt ab: „Noch sind wir im alten Jahr, es sind erst 15 Spiele, also die Hälfte aller Partien absolviert. Es kann noch so viel passieren. Für uns geht es darum, mit einer fokussierten Leistung und einer tadellosen Einstellung Tarforst die erste Saisonniederlage zuzufügen und unsere Chancen auf Platz zwei zu erhöhen“, weiß Rudi Thömmes um eine diffizile Gemengelage. Verlieren die Salmrohrer am Samstag erneut, wird es im weiteren Saisonverlauf unendlich schwer, nochmal Anschluss zu finden. Denn bei Siegen der Konkurrenz aus Sirzenich (in Pellingen), Schweich (gegen Wiesbaum) und Tawern (in Rascheid beim Schlusslicht), würde man weiteren Boden verlieren. „Gegen den Tabellenführer wollen wir das beste herausholen und möglichst mit drei Punkten aus der Partie gehen. Wir müssen schauen, dass wir Konstanz in unser Spiel bekommen und wollen ein gutes Match abliefern.“ Der 56-Jährige erwartet ein „intensives Spiel zweier offensivstarker Mannschaften und Torchancen hüben wie drüben. Die Defensive wird entscheidend sein, wer es besser hinbekommt, energisch zu verteidigen und die tiefen Räume zu schließen.“ Personell bestehen noch einige Fragezeichen hinter den Einsätzen einiger Akteure. So wolle Thömmes bei Lucas Abend abwarten, ob es schon reicht für einen Einsatz oder etwa bei Jan Brandscheid (Knie/Fuß). Ebenfalls noch unklar ist der Einsatz von Tobias Stoffel, der die ganze Woche über grippale Symptome klagte. Auf keinen Fall dabei sind Leon Wrusch, der nach erneuten Vaterfreuden aus privaten Gründen erstmal kürzertritt, sowie Ben Mombach, der nach wie vor an einem Kreuzbandanriss laboriert. Gut trainiert und definitiv wieder am Start sein wird Noah Wrusch. Auch im Tor hat sich Thömmes bereits festgelegt. „Dominik Thömmes wird das Tor hüten.“ Richtig breit ist die Brust beim unangefochtenen Spitzenreiter aus Trier-Tarforst. Das Team von Trainer Patrick Zöllner schwebt geradezu schwerelos durch die Liga und ist noch ungeschlagen. Was muss das Team von Zöllner nun umsetzen, um den FSV Salmrohr im eigenen Stadtion in die Bredouille zu bringen? Auch darauf hat der 50-Jährige eine Antwort: „In solchen Spielen ist es wichtig, hochkonzentriert zu arbeiten. Wir brauchen ein hohes Tempo und müssen unsere Zweikämpfe positiv gestalten. Wenn wir mit der nötigen Aggressivität in die Zweikämpfe gehen und dazu unsere spielerischen Qualitäten auf den Platz bringen, erhöhen wir natürlich unsere Chancen auf einen Sieg“, weiß Zöllner um ein mögliches Erfolgsrezept. Zöllner erwartet einen extrem motivierten Gegner, der die Hinspielniederlage vergassen machen will. „Wir gehen davon aus, dass Salmrohr gegen den ungeschlagenen Tabellenführer hochmotiviert sein wird. Sie wollen ihre Heimstärke ausspielen und schielen noch auf den zweiten Platz, also sind sie praktisch zum Siegen verpflichtet. Beide Mannschaften werden offensiv ausgerichtet sein. Ich erwarte einen offenen Schlagabtausch, der für die Zuschauer sehr interessant wird.“ Die personelle Lage ist sehr angespannt, wie der Tarforster Coach durchblicken lässt. Etliche Akteure gilt es zu ersetzen. Dazu gehören aus unterschiedlichen Gründen Elias Raithel, Benedikt Resch, Nicola Rigoni, Nils Kiesewetter, Luca Heintel, Luca Quint, Moritz Hannappel, Neil Müller-Adams, Marcel Mühlen, Julius Barbion, Christoph Nickl und Nico Neumann.
Salmrohr, Samstag, 29.11., 15.30h
