11ER: Am vergangenen Sonntag stand eine 2:4-Pleite in Mandern bei der SG Niederkell zu Buche. Wie fällt Ihre kurze Einschätzung aus?

Benny Weiler: Natürlich sind wir nicht nur enttäuscht vom Ergebnis, sondern auch von der gezeigten Leistung. Wir haben den Kampf und die Körperlichkeit der Niederkeller nicht angenommen und wenig bis gar keine Einsatz- und Laufbereitschaft gezeigt. Mir fehlen die Erklärungen, warum wir nach der 2:1-Führung plötzlich das Fußballspielen eingestellt haben. So ist die Niederlage letztlich gar nicht unverdient.

11ER: Wie bewerten Sie den Saisonstart Ihrer Mannschaft?

Weiler: Die Ausbeute ist mit drei Punkten aus drei Spielen sicherlich ausbaufähig. Es ist zu wenig, wir hatten uns deutlich mehr ausgerechnet, wollten schon gerne sechs Punkte auf dem Konto haben. Da sind in erster Linie taktische Defizite verantwortlich. Defensiv kriegen wir es im Kollektiv nicht verteidigt. Es mangelt an Mentalität, Einsatz und vor allem an der defensiven Abstimmung. Die Defensive ist aktuell unser Problemkind.

11ER: An welchen Dingen müssen Sie im Trainerteam dauerhaft bzw. punktuell arbeiten?

Weiler: Das ist klar das Umschaltspiel nach hinten. Wir müssen unsere Fehler aus dem eigenen Ballbesitz minimieren, sollten schneller reagieren und gestaffelter stehen. Die Jungs müssen miteinander mehr kommunizieren. So halten wir die Abstände nicht, verschieben nicht gut. Da sollten wir auch körperlich robuster zu Werke gehen.

11ER: Wo liegen die Stärken im Team?

Weiler: Im Offensivspiel und im Aufbauspiel. Wir pflegen in aller Regel ein gutes Passspiel und agieren variabel nach vorne. Wir können mehrere taktische Systeme spielen.

11ER: Wie wichtig werden die nächsten drei Spiele für Sie und die Mannschaft?

Weiler: Bei einem Sieg können wir extrem in der Tabelle nach oben springen und uns Sicherheit holen. Ein Sieg ist auch ein Muss, denn dann müssen wir zweimal in Folge auswärts antreten. Und Kanzem sowie Kenn sind keine Gegner, die nicht schon auf sich aufmerksam gemacht haben. Die stehen weit über uns.

11ER: Wie schätzen Sie den kommenden Gegner VfL Trier ein?

Weiler: Sie haben null Punkte nach drei Spielen, sind auch so ein bisschen ratlos momentan. Den VfL und deren Trainer Marco Neumann kenne ich schon sehr lange. Sie verfügen über junge Spieler, die sehr gut geschult und spielerisch auf unserem Niveau angesiedelt sind. Sie können an guten Tagen jedem Gegner wehtun.

11ER: Welche Stärken bringt Andreas Huwer mit?

Weiler: Andy war drei Jahre Kapitän, ist jetzt Vizekäpt’n. Er ist als Zentrumstürmer sehr clever, sehr robust und kopfballstark. Er hält die Bälle, ist absolut abschlussstark und in unserem System mit nur einer echten Spitze gesetzt. Einen wie ihn bräuchten wir viele in der Truppe, denn Andy ist auch ein Mentalitätsmonster, der um jeden Ball kämpft.