Im Klassement trennen beide Kontrahenten lediglich einen Zähler und ein Tabellenplatz voneinander.

Während die SG Ellscheid mit 14 Punkten auf Platz acht rangiert, sitzen die Laufeld-Buchholzer ihnen mit nur einem Zähler weniger heftig im Nacken. Grund, die beiden Derbygegner genauer unter die Lupe zu nehmen. Es fällt auf, wenn man das Torverhältnis beider Teams vergleicht, dass Ellscheid in Sachen Defensivstabilität ein deutliches Plus aufweist, während die Tintor-Elf über die größere Durchschlagskraft nach vorn verfügt.

Ellscheids Spielertrainer Markus Boos weiß, wie man den Gegner beeindrucken kann: „Wir möchten am Sonntag unser Spiel durchbringen, auf unserem Kunstrasen schnell und aggressiv nach vorne spielen und die sich bietenden Chancen, ähnlich wie gegen Konz, effektiv nutzen. Ich bin ich überzeugt, dass wir am Sonntag ein gutes Spiel machen.“ Um als Sieger vom Platz zu gehen, wolle seine Mannschaft den „Kampf annehmen und im Zweikampf eklig sein. Wir werden auch extrem heiß auf das Derby sein.“ Der Ellscheider Spielertrainer erwartet  aufgrund der geographischen Nähe und der früheren Zusammenarbeit in der Jugend ein heißes Duell: „Man kennt sich untereinander, viele haben ihre komplette Jugend zusammengespielt. Es wird ein spannendes Spiel mit vielen engen Zweikämpfen. Unser Ziel ist es, daheim weiterhin ungeschlagen zu bleiben und die SG auf Distanz zu halten bzw. sie bestenfalls zu distanzieren.“ Die zuletzt angespannte personelle Situation könnte sich leicht entspannen. Gegen Irsch haben mit Jannick Land, Thomas Schweisel, Eric Zens, Matthias Alt, Yannick Becker, Robin Thullen und Justin Lanser sieben potenzielle Stammspieler gefehlt. Des Weiteren fehlten Kai Gayer und Lennart Peter, mit beiden ist dieses Jahr aber nicht mehr zu rechnen. „Im Derby erwarte ich mit Schweisel, Zens, Alt, Becker und Lanser immerhin fünf Spieler zurück, was unser Spiel im Vergleich zum Spiel gegen Irsch wieder deutlich flexibler macht.“

Ähnlich ambitioniert geht auch Laufelds Coach Oleg Tintor in dieses Derby, das es so schon ewig nicht mehr gab: „Wir müssen sicherstellen, dass wir gegen Ellscheid als Einheit auftreten und eine konsequente Verteidigung aufrechterhalten. Wir dürfen ihnen keine Gelegenheit bieten, sich ins Spiel einzubringen. In Sachen Torgefahr haben wir stets unsere Stärken. Es ist wichtig, dass wir deren Defensive unter Druck setzen, da sie in dieser Saison auch schon 26 Gegentore zugelassen haben und nicht gerade die stabilste Abwehr haben.“ Den Derbycharakter in so einer Partie unterschätzt Tintor nicht. „Es zählt bei so Spielen einfach das Derby anzunehmen und Tugenden wie Kampf, Wille, aber auch Freude und Spaß auf den Platz zu bringen. Die Mannschaft, mit dem größeren Willen wird das Spiel für sich entscheiden.“ So gehe seine Mannschaft mit „voller Vorfreude in das Derby, denn dieses gab es schon einige Jahre nicht mehr, und wir werden alles dafür tun, um die drei Punkte aus Ellscheid zu entführen und diese damit in der Tabelle hinter uns zu lassen.“ Welches Match erwartet der Laufelder Coach? „Zu Beginn erwarte ich, dass beide Mannschaften sich vorsichtig annähern. Keine der Teams möchte den ersten Fehler begehen. Markus Boos ist genauso mit unserer Mannschaft vertraut wie wir mit den Ellscheidern. Dennoch gehen wir in das Derby mit dem festen Ziel, wie in jedem anderen Spiel zu gewinnen. Ich rechne damit, dass die Zuschauerzahl beeindruckend sein wird, mit vielen unserer eigenen Fans, die uns zweifellos erneut tatkräftig unterstützen werden.“ Personell kann der Laufelder Trainer bis auf Ausnahme von Johannes Schiefer, der an einer Bänderverletzung laboriert, aus dem Vollen schöpfen.

Strohn, Sonntag, 29.10., 14.30h

Foto: Alfred Weinandy/Archiv