Wenn am kommenden Sonntag ab 15 Uhr Schiedsrichter Ralf Arens auf dem Kommlinger Kunstrasen die Partie zwischen dem Tabellenfünften SG Weintal Oberemmel und dem neuen Spitzenreiter aus Serrig und Saarburg anpfeift, ist jede Menge Brisanz, weil Lokalkolorit im Spiel.

Die Vereinigten aus Oberemmel, Wiltingen, Krettnach und Kommlingen haben als bester Aufsteiger eine bislang überzeugende Runde gespielt und möchten das gestiegene Leistungsvermögen nun auch gegen den neuen Tabellenführer von der Saar untermauern. Das Team der beiden Trainer Dominik Bosl und Herbert Stuhlberg gilt als nicht übermäßig heimstark. Denn aus den bisherigen, zuhause ausgetragenen Partien gelangen lediglich zehn Punkte aus den sechs Partien, das die Weintaler auf Platz sieben in diesem Ranking ausweist. Auf Reisen sieht die Bilanz etwas besser aus, denn dort stehen elf Zähler aus sieben Partien zu Buche, was Platz fünf bedeutet. Doch man sollte die Leistungsstärke nicht unbedingt an der Heimbilanz festmachen. Die Weintaler haben bisher in den allermeisten Spielen überzeugt und verfügen grundsätzlich über einen spielerischen Ansatz. Weil die Serrig-Saarburger ähnlich gestrickt sind und auch hier Spielkultur groß geschrieben wird, ist ein auf gutem spielerischen Niveau stehendes Match zu erwarten. Bei einer Niederlage der Saar-SG könnte die frisch erworbene Tabellenführung gleich schon wieder futsch sein, die Weintaler könnten im Falle eines Sieges dagegen bis auf sechs Punkte an Serrig heranrücken. Trainer Dominik Bosl hat die Sinne geschärft. „Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, eine Partie mit kämpferischen Aktenten, aber auch mit einem guten spielerischen Ansatz. Beide Mannschaften kennen sich extrem gut, auch durch die gemeinsame Vergangenheit in der B-Liga bzw. Pokalspielen.“ Wie Bosl betont, sei es wichtig, Johannes Carl und Simon Meier aus dem Spiel zu nehmen bzw. weitgehend zu neutralisieren. Wir möchten unser Kurzpassspiel aufziehen. Doch primär wird sein, dass wir eine gute Defensivarbeit betreiben, schnell umschalten nach Ballgewinn und die Basics auf den Tisch legen. Eine gute Spielvorbereitung ist essenziell.“ Personell sieht es gut aus bei den Weintalern. Lediglich Jonas Weiland fehlt wegen eines Kreuzbandrisses weiterhin. Harald Fischer hat sein erstes Spiel in der zweiten Mannschaft absolviert und steht nach Verletzung ebenso wieder bereit. Maurice Mertz ist aus dem Kurzurlaub zurück und auch Lukas Kugel ist wieder an Bord nach einem privaten Termin. Serrigs Coach Sebastian Lorenz freut sich sehr über die am vergangenen Spieltag erworbene Tabellenführung, doch mehr als eine schöne Momentaufnahme sieht er nicht. „Die Mannschaft hat sich in allen Abläufen und strukturell gefestigt und ist sehr konstant unterwegs. Die Tabellenführung haben sich die Jungs nach einer bärenstarken Hinrunde auch verdient. Doch sie bedeutet zum jetzigen Zeitpunkt gar nichts. Es kommt darauf an, den Lauf in die drei letzten Spiele bis zur Winterpause zu transportieren. Und das wird schwer genug.“ Lorenz, der selbst fünf Jahre bei der SG Oberemmel/Wiltingen, dem SV Krettnach sowie der erweiterten SG Weintal an der Seitenlinie stand, weiß, wie heiß der Tanz in Kommlingen werden kann. „Ich erwarte ein Spiel auf Augenhöhe, eine intensive Partie mit viel Kampf, aber auch spielerisch geprägten Momenten, weil beide das können, und jede Menge Zweikämpfe im Mittelfeld, wenn es darum geht, Angriffe entsprechend vorzubereiten. Wir wollen maximal punkten, wissen aber um die Qualitäten des Gegners. Es geht darum, die Serie aufrechtzuerhalten und bis zur Winterpause bestenfalls ganz oben zu bleiben. Wir sehen das Ganze entspannt, wollen die Tabellenführung aber verteidigen.“ Bis auf die Verletzten Jonas Vogl und Lukas Östlund (Bänderdehnung) hat Lorenz den kompletten Kader an Bord. Im Hinspiel in Saarburg gewann die Heimelf nach Toren von Tim Johannes und Simon Ollinger mit 2:0. Im August in der Saison zuvor war jedoch die SG Weintal im Kreispokal mit 4:1 siegreich.

Konz-Kommlingen, Sonntag, 9.11., 15.00h   

Foto: Archiv/Alfred Weinandy