Im Topspiel des sechsten Spieltages blieb die SG Saartal Irsch gegen den SV Konz im Derby verdienter 2:0-Sieger und schob sich im Klassement durch ihren vierten Saisonsieg wieder in die Top vier.
Dabei reifte vor 350 Zuschauern in Trassem die Entscheidung binnen vier Minuten, als zunächst Youngster Melvin Clemens nach einer tollen Kombination über Niklas Pauly und Nick Weber eiskalt zum 1:0 verwandelte (26.) und wenig später Routinier und Sturmjuwel Lukas Kramp in typischer Kramp-Manier zum 2:0 nachlegte (30.). Kramp hatte gleich drei Gegenspieler stehen lassen und mit seiner Wendigkeit ins lange Eck getroffen. Der SV Konz begann zunächst stark in den ersten 15 Minuten, besaß aber in den Abschlusssituationen nicht die nötige Durchschlagskraft. Im Gegenteil: Irsch hatte bereits vor dem 1:0 durch Nico Ockfen nach Pass von Bastian Hennen die Möglichkeit zum 1:0 gehabt. Konz war um Konstruktivität im Spielaufbau bemüht, sah sich aber einer leidenschaftlich verteidigenden Saartaler Mannschaft gegenüber, die „das Derby mit Galligkeit und Leidenschaft angenommen hat. Das war der Schlüssel für den Erfolg, weil sich jeder in jeden Pass und in jeden Schuss reingeworfen hat. Vieles wurde früh unterbunden, wie die Pässe auf Pascal Güth und Tim Kugel, es war eine leidenschaftliche Vorstellung, weil wir gut in den Zweikämpfen waren und wenig zugelassen haben“, sparte SG-Trainer Peter Schuh nicht mit Lob. Der ging nach den 90 Minuten von Trassem noch einen Schritt weiter und sagte, dass „die Jungs eine tolle Reaktion auf das schwache Spiel in Schweich gezeigt haben. Die richtige Mischung aus Youngstern und Routiniers hat es heute gemacht.“ Der eingewechselte Jonas Lauer sowie Hennen mit einem Lupfer hatten weitere Möglichkeiten, das Ergebnis für die Hausherren höher zu gestalten. So richtig konnte sich Oliver Hongla, Trainer des SV Konz, nicht mit dem Ergebnis anfreunden. „Wir haben die ersten 15 Minuten gut angefangen und hatten etliche Torchancen zum 1:0 gehabt. Nach dem 0:1 sind wir vom Konzept abgekommen. Ausschlaggebender Punkt war, dass wir keine zwingende Torchancen mehr kreiert und keinen Druck mehr auf das Tor der Irscher bekommen haben. Es hat ganz einfach an der Mentalität gefehlt.“ So ließ Hongla durchblicken, dass nicht jeder in seiner Mannschaft verstanden habe, dass es ein Derby und Prestigeduell gewesen sei. „Irsch hat eine andere Körpersprache entwickelt, während es uns an Zielstrebigkeit gefehlt hat. Wir haben dann Tristan Reger auf die Sechs und Pascal Güth auf die Zehn gezogen und in einem 3-4-3 agiert, doch insgesamt waren wir zu harmlos nach vorn.“
Foto: Archiv
