Im Topspiel des Tabellenfünften aus dem Weintal und Spitzenreiter SG Serrig/Saarburg trennten sich beide Kontrahenten 1:1-Unentschieden.


Vor 150 Zuschauern auf dem Kommlinger Kunstrasenplatz waren die Weintaler einem Sieg ein Stück weit näher dran als die Gäste. Im ersten Durchgang hatten beide zwei, drei gute Einschussmöglichkeiten zu verzeichnen. Weintals Carsten Schu traf die Latte, Louis Berens anschließend den Pfosten. Doch nicht die Hausherren, sondern der Primus von der Saar legte in der 47. Minute vor, als Johannes Carl einen Steilpass von Simon Ollinger über die Linie drückte. In der Folge wurde die Dominanz der Weintaler immer größer, doch erneut besaß das Team von Dominik Bosl nicht die nötige Konsequenz oder das Spielglück, um beizeiten zu egalisieren. So blieb es Spielertrainer Herbert Stuhlberg vorbehalten, elf Minuten vor Schluss den Ausgleichstreffer für die emsigen Weintaler zu markieren. Der Routinier hatte eine Kopfballablage des eingewechselten A-Jugend-Spielers Mattis Weber volley aus der Drehung aus 20 Metern in den Winkel geschweißt. „Herbert hat das mit seiner Schusstechnik überragend gemacht. Ich denke, dass er es genauso gewollt hat. Er hat die Technik. Der Ausgleich war längst überfällig“, war auch Weintal-Trainer Bosl erleichtert, dass es wenigstens noch zu einem Punkte reichte. „Mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich absolut zufrieden, mit dem Ergebnis natürlich nicht, da wir eine Vielzahl an guten Möglichkeiten fahrlässig ausließen und den Dreier eigentlich verdient gehabt hätten. Wir waren über weite Strecken spielbestimmend, haben es aber versäumt, aus einer Vielzahl an Toptorchancen weitere Tore zu erzielen. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau kam Saarburg aus dem Nichts zum 1:0. Der Saarburger Torwart hat serienweise beste Torchancen vereitelt und war der beste Mann auf dem Platz. Es war ein sehr schnelles Spiel auf hohem Niveau“, urteilte Bosl über einen flotten Auftritt seiner Mannschaft. Stuhlberg hätte beinahe in der 90. Minute den Siegtreffer erzielen können, doch Raphael Bernard im Gästekasten war rechtzeitig abgetaucht. Bernard hatte zuvor Schüsse und Kopfbälle von Niklas Steffes, Phil Lübeck, Jan Romeis und Stuhlberg in großer Manier entschärft. Einen Augenblick vor der Chance zum 2:1 von Stuhlberg hätte auch Saarburgs Simon Meier den Lucky Punch setzen können, doch Johannes Thelen brachte im letzten Moment noch einen Fuß dazwischen. Serrigs Trainer Sebastian Lorenz meinte, dass „es das erwartet extrem schwere Auswärtsspiel gewesen ist. Wenn der eigene Torwart der beste Mann auf dem Platz ist, spricht das nicht für unsere Leistung. Raphi hat uns heute den Punkt gerettet. In der zweiten Halbzeit war Weintal deutlich besser und besaß ein Chancenplus. Nach unserer Führung haben wir Weintal das Spiel überlassen. Nach dem 1:1 haben wir ein bisschen mehr Zugriff bekommen. Der Punkt ist unterm Strich glücklich zustande gekommen gegen eine richtig gute Truppe, bei der es noch andere Mannschaften schwer bekommen werden. Doch ich bin auch mit dem einen Punkt zufrieden“. 

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