Während Ellscheid im Ergebnis des Derbys gegen Laufeld/Buchholz im Abstiegskampf angekommen ist, zog der Aufsteiger aus dem benachbarten Laufeld und Manderscheid am Konkurrenten aus dem Alfbachtal vorbei.

So darf der Liganeuling ohne Druck den weiteren Aufgaben entgegensehen. Mit dem fünften Saisonsieg ergatterte sich das Team von Oleg Tintor erstmals Rang acht im Klassement. Denn im Derby vor 250 Zuschauern in Strohn setzte sich der Aufsteiger aus Laufeld und Buchholz mit 1:0 durch. Das goldene Tor des Tages erzielte Tilmann Meeth, der einen langen Ball aus der eigenen Abwehr über Timo Berdi nach einem Abstimmungsfehler zwischen Torwart Maximilian Lenerz und Chris Gräfen per Kopf ins Ellscheider Gehäuse bugsierte. Ellscheid kämpfte, blieb aber spielerisch einiges schuldig. In einem chancenarmen Derby hatte Marco Michels mit einem Freistoß an die Latte die größte Möglichkeit auszugleichen. Auf der anderen Seite hatte der in der 66. Minute mit Gelb-Rot des Feldes verwiesene Jonas Salzburger das 1:0 verpasst, weil der Ellscheider Keeper die Kugel gedankenschnell um den Pfosten zur Ecke lenkte. Auch im zweiten Durchgang blieb es bei vielen Fehlpässen und oft lang gespielten Bällen in die gegnerische Hälfte. Laufeld blieb bei Tempogegenstößen stets gefährlich und hätte in der 80. Minute den Sack zubinden können, doch Patrick Scheid scheiterte am Torwart. Die Gäste schaukelten den dünnen Vorsprung mit Geschick und Kompromisslosigkeit über die Zeit. Ellscheids Spielertrainer Markus Boos zeigte sich enttäuscht. Bedauerlich: Sowohl auf Laufelder Seite mit der frühen Verletzung von Steven Koch (Zerrung im Oberschenkel) als auch auf Ellscheider Seite die verletzungsbedingten Auswechslungen von Justin Lanser und Tom Hallebach mussten gleich drei Spieler entweder sehr früh oder aber nach Zwei-Minuten-Kurzeinsatz (Hallebach) wieder vom Feld. „Das ist eine super bittere Derbyniederlage in einem Spiel, das wahrlich nicht schön anzusehen war. Es überwog der Kampf. Weil wir nach vorn jede Durchschlagskraft in der Kabine gelassen haben und auch keine zwingenden Torchancen besaßen, war die Niederlage irgendwo auch verdient.“ Oleg Tintor, Coach der SG Laufeld/Buchholz, freute sich diebisch über den Sieg im Eifelderby. „Es war zwar kein gutes Bezirksligaspiel, weil es überaus kampfbetont zur Sache ging, doch wir haben alle Angriffe von Ellscheid gut wegverteidigt und als Kollektiv agiert. Zwar mussten wir nach der verpassten Chance zum 2:0 nochmal ein bisschen zittern, doch am Ende ist der Sieg verdient. Wir haben alle Tugenden, die in einem Derby zählen, sehr gut auf den Platz bekommen.“ Meeth sah in der Nachspielzeit wegen einer Unsportlichkeit ebenfalls die Gelb-Rote Karte. So fehlen Tintor mit Salzburger und Meeth in der nächsten Partie zu Hause gegen Ahbach gleich zwei Offensivspieler.