30.05.2019

Meister Bezirksliga: SG Schneifel-Auw

Nach einem wochenlangen Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem FC Bitburg hat die SG Schneifel mit einem finalen 3:0-Erfolg gegen Wallenborn den Titel in der Bezirksliga eingefahren und startet in der nächsten Saison in der Rheinlandliga. Mit 22 Siegen und nur sechs Niederlagen hat sich das Team von Trainer Jörg Stölben den Titel verdient. Foto: Robert Heyn

„Oft Rückstände gedreht“
Jörg Stölben – Trainer

11ER: Eine turbulente Saison geht zu Ende. Mit dem 3:0 gegen Wallenborn wurde die Meisterschaft am letzten Spieltag eingefahren. Wie fällt Ihr generelles Resümee aus?
Jörg Stölben: Es war generell nicht damit zu rechnen, dass wir zeitig in die Spitzengruppe stoßen würden. Es hat auch mich überrascht, dass wir mit dieser jungen Mannschaft nach einer tollen Hinrunde Herbstmeister geworden sind und es dann auch ohne Jan Leiendecker geschafft haben. Das ursprüngliche Ziel waren ja 55 Punkte und ein Platz zwischen drei und fünf. Wir haben nach der Winterpause eine starke Serie hingelegt und stets gepunktet, wenn wir da sein mussten. In der Hinrunde haben wir den besseren Fußball gespielt, sind aber trotz einiger Rückschläge unseren Weg gegangen. 

11ER: Was war denn gegenüber der Konkurrenz entscheidend?
Jörg Stölben: Der 4:3-Sieg in Schweich war schon richtungsweisend. Auch das 2:2 gegen Geisfeld nach 0:2-Rückstand war eine Leistung der Moral und der Fitness. Am 25. Spieltag hatten wir unsere gesteckten Ziele bereits erfüllt. 22 Siege insgesamt sind schon überragend. Mein Kompliment geht an das gesamte Funktionsteam, wir hatten kaum Verletzte und auch manchmal ein bisschen Glück, das Du Dir verdienen musst. Wichtig war, dass wir oft Rückstände gedreht und viele Tore nach der 75. Minute erzielt haben. Auch das war eine Qualität. Der Dank geht natürlich auch an unsere härtesten Konkurrenten aus Bitburg, Schweich und Wallenborn, die uns immer gefordert haben. Uns spielte natürlich auch in die Karten, dass wir in den Samstagsspielen vorlegen konnten, sodass der Druck beim Gegner lag. 

11ER: Welche Chancen sehen Sie, dass die Mannschaft die Rheinlandliga nicht gleich wieder verlassen muss?
Jörg Stölben: Ziel muss ganz klar der Klassenerhalt sein. Wir sind manches Mal noch etwas grün hinter den Ohren. Deshalb versuchen wir, noch zwei, drei Verstärkungen zu bekommen, um auch qualitativ und in der Breite konkurrenzfähig zu sein. Mit Klaus Hamper und Marco Michels haben wir nur zwei Spieler, die bereits Verbandsliga gespielt haben. Wir brauchen noch Erfahrung und Führungsspieler, die unser Spiel lenken, wenn es mal schwierig wird. Dass wir aus unserer erfolgreichen A-Jugend zurückgreifen können, macht uns stolz.


„Die Meisterschaft ist grandios“
Martin Knuppen – Sportlicher Leiter

Der Aufstieg war unser Ziel, wenn auch nicht unbedingt in dieser Saison. Wir wollten uns als Team entwickeln und mit der Verpflichtung von Jörg Stölben gab es keinen Besseren, der mit seinem Konzept, junge Fußballer zu entwickeln, so durchschlagenden Erfolg haben sollte. Als wir vor zwei Jahren schon mal Vizemeister waren, fühlten wir uns als Verlierer, doch jetzt ist die Meisterschaft für uns und die Region grandios.

Das Spiel in Schweich war für mich entscheidend. Von unserer Seite war das schon taktisch geprägt, weil uns ein Remis reichte, um Schweich endgültig aus dem Rennen zu nehmen. Wir haben ja von außen auch so gecoacht, dass wir dieses 3:3 halten wollten. Dass wir kurz vor Schluss das 4:3 gemacht haben, war natürlich grandios. Die Gefühlslage vor dem letzten Spieltag war von einer gewissen Anspannung, aber auch von einer Coolness und Ruhe geprägt. Die Mannschaft hat sich konzentriert, war total auf den Erfolg fokussiert und wir haben Wallenborn mit unserem Tempofußball die Kraft geraubt. Nach dem Führungstor von Markus Diehl ging es dann schnell. Doch das 1:0 war der Dosenöffner. Mit Marco Michels‘ 2:0 war der Deckel dann drauf. Ich selbst bin um fünf Uhr morgens aus dem Klubheim raus – der Letzte war ich aber nicht. Der Dank geht an alle Gönner und Sponsoren, an alle Zuschauer, die uns auch auswärts zahlreich begleitet haben sowie an die Vorstände unserer SG-Partner. Der besondere Dank geht an die Mannschaft und den Trainerstab, die einen ganz tollen Job gemacht haben. Das schließt auch die Arbeit aller ehrenamtlichen Helfer ein, wie dem Platzwart, der die Anlagen in Auw und Stadtkyll in einen top Zustand verwandelt hat sowie die medizinische Abteilung und alle, die neben dem Platz für das leibliche Wohl sorgen. An unsere Jugendabteilung geht ebenfalls der Dank. Die A-Jugend ist gerade Bezirksliga-Meister geworden und unsere zweite Mannschaft hat die Möglichkeit, über die Relegation in die A-Liga aufzusteigen. Jetzt fängt die Arbeit erst richtig an. Wir wollen die Mannschaft weiterentwickeln und in der Rheinlandliga etablieren. Mit Nico Görres, Fabian Reusch und Sammy Szillat haben wir drei Neuzugänge. 

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