Am Samstag kommt es in Schöndorf zum Aufeinandertreffen zweier Aufsteiger mit umgekehrten Vorzeichen. Denn während die Vereinigten aus Schöndorf, Pellingen und Franzenheim mit stark aufsteigender Tendenz und wieder besserer Personallage als Favorit in die Partie gehen, reist die SG Longuich/Riol/Fell mit erheblichen Personalsorgen in den Hochwald.
Zwei Niederlagen aus der vergangenen Woche drücken zudem auf die Stimmung. Doch die Probleme des Gegners dürfte Schöndorfs Coach Thomas Werhan kaum tangieren. „Wir kennen Longuich aus der letzten gemeinsamen Saison in der B-Klasse und darüber hinaus. Es waren stets enge Spiele. Sie operieren kompakt und sind konterstark. Klar, dass wir eine defensive Absicherung brauchen. Doch wir wollen uns weniger nach dem Gegner richten, müssen zuerst auf uns schauen.“ So entführte die SGS im Vorjahr beim 3:0 in Fell die Siegpunkte auf fremdem Terrain, während die Partie in Schöndorf 2:2-Unentschieden endete. Es ist das erste Duell in der Kreisliga A. „Ich erwarte eine tiefstehende Longuicher Mannschaft, die Nadelstiche setzen wird und kompakt in den Ketten agiert. Die musst du erst mal aufbrechen. Doch vorne haben wir immer unsere Tore gemacht und ich erwarte uns auch gegen Longuich offensivfreudig mit entsprechendem Zug zum Tor“, prognostiziert Werhan eine intensive und angriffsorientierte Spielweise. So solle die Doppelspitze Lucas Jungandreas und Julian Völker auch gegen Longuich für die nötigen Tore sorgen. Diese traf zuletzt beim 6:0 beim VfL Trier jeweils doppelt. Die sprichwörtliche Heimstärke soll dabei eine tragende Rolle spielen. Denn in Schöndorf ist das Team von Werhan und seines mitspielenden Assistenten Michael Hassani seit über eineinhalb Jahren unbesiegt. „Wir brauchen die Unterstützung der Zuschauer, die eng und lautstark hinter der Bande stehen und uns einen gewaltigen Push geben“, sagt Werhan über den Schöndorfer Hexenkessel. Personell habe sich die Lage leicht entspannt. Zwar fehlen Mike Mokelke und Kevin Greilich weiterhin langzeitverletzt, doch Marvin Mokelke trainiert seit etwa eineinhalb Wochen wieder und „wäre langsam wieder ein Kandidat. Doch wir wollen nichts überstürzen und müssen vorsichtig sein. Wir werden Marvin sukzessive Spielzeit gewähren, doch ein Einsatz gegen Longuich käme noch zu früh“ , erklärt Werhan. Nach einer Erkältung komme Christian Dres zurück. Fraglich ist indes der Einsatz von Luca Poth, der an den Auswirkungen einer Coronainfektion laboriert.
Longuichs Coach Jan Küchling musste zuletzt zwei Niederlagen akzeptieren und baut auf die Mentalität und Einsatzbereitschaft seiner Mannschaft. „Wir müssen uns jetzt erst einmal als Mannschaft wiederfinden und unsere einfachen Fehler abstellen. Wir werden versuchen, unser gefährliches Tempo im letzten Drittel wieder zu entwickeln und unsere Chancen auch besser zu verwerten. Letzte Saison hatten wir schon zwei knappe und offene Spiele gegeneinander. Sollte uns das am Samstag wieder gelingen, wäre ich absolut zufrieden.“ Der 47-Jährige erwartet eine „körperlich robuste und sehr gut eingespielte Schöndorfer Mannschaft. Sie sind gerade im Spiel nach vorne bärenstark und immer gefährlich. Das 6:0 beim VfL Trier hat das eindrucksvoll bewiesen“. So fordert der Longuicher Coach, „kompakt zu stehen, immer konzentriert zu sein und ihnen keine Räume zu bieten. Sonst haben wir keine Chance. Schöndorf ist zuhause der klare Favorit“. Personell hat sich die Lage etwas entspannt. So sind Fabian Faber, Michael Münch und Aladin Shallar aus Verletzungen zurück, doch noch keineswegs bei 100 Prozent. Doch es fehlen weiterhin etliche Stammspieler aus diversen Gründen.
Schöndorf, Samstag, 28.10., 19.00h
