Nach sechs Spieltagen gestaltet sich die Punktebilanz beim TuS Schillingen mehr als durchwachsen, denn mit lediglich zwei Unentschieden fehlt das ersehnte komplette Erfolgserlebnis.
Zeit für den Trainer, die unbefriedigende Bilanz zu ändern. Doch der Gegner ist eien Hausnummer. „Ellscheid habe ich noch nicht beobachten können und weiß auch relativ wenig über den Gegner. Doch ich erwarte einen spielstarken Gegner, der mit einer Vielzahl an Spielern bestückt ist, die über Rheinlandligaerfahrung verfügen. Ich denke, dass es ein umkämpftes Spiel wird“, ist sich Schillingens Trainer Sebastian Wahlen noch nicht im Klaren darüber, wie er die Partie taktisch angehen soll. Er wolle in jedem Fall alles versuchen und alle „Komponenten auf den Platz bringen, um endlich den ersten Dreier einzufahren. Wir bauen auf die Unterstützung der treuen, aber auch kritischen Zuschauer, auf unsere Heimstärke und die sicherlich gute Kulisse“, lässt Wahlen durchblicken. „Die Fans schätzen die Situation realistisch ein, stehen aber komplett hinter uns. Wir wollen Ellscheid mit kämpferischen und läuferischen Mitteln begegnen, eklig gegen den Ball sein und ihnen körperlich auf die Nerven gehen.“ Wahlen meint, dass „wir Ellscheid die Lust am Spiel nehmen und unsere offensive Qualität nutzen müssen“. Weil mit Timo Berang, Christian Weber und Christoph Becker drei Offensivakteure weiter verletzungsbedingt ausfallen, muss der Trainer improvisieren. Zwar hatte Becker am Donnerstag das Training besucht, doch erneute Kniebeschwerden ließen einen Einsatz in Kasel nicht zu. Weil auch David Krickel und Sebastian Breit urlaubsbedingt fehlen, wird es zunehmend schwierig, kompakten Druck nach vorn aufzubauen. Haiko Wagner könnte neben Tobias Anell im Angriff wieder eine Option sein. Auch Lukas Hornetz ist noch verletzt. Ellscheids Spielertrainer Markus Boos hat sich ebenfalls noch nicht schlau gemacht über den Gegner. „Wir haben Schillingen vergangene Saison in der zweiten Runde des Rheinlandpokals gehabt. Da haben wir 0:1 verloren. Schillingen kommt über das Kollektiv mit einem überragenden Tobias Anell und agiert sehr heimstark“, weiß Boos. Für das Spielertrainerduo Boos/Gräfen geht es darum, „unser positives Gefühl aus dem Spiel gegen Schleid (4:0) zu transportieren und spielerisch an diese Leistung anzuknüpfen.“ Es sei ein richtungsweisendes Spiel für die Eifeler, sagt Boos. „Wir wollen uns erstmal ein Polster nach unten erarbeiten, dann sehen wir weiter. Ziel muss sein, ohne Druck nach unten zu agieren. Nur dann können auch die jungen Spieler ihre Leistung bringen.“ Schillingen stehe mit dem Rücken zur Wand und werde alles versuchen, den ersten Sieg zu landen. „Wir müssen den Kampf annehmen und unsere Chancen effektiv nutzen. Doch ich bin davon überzeugt, dass wir dort punkten.“ Weil lediglich Lennart Peter und Kai Gayer verletzungsbedingt fehlen, hat Boos die Qual der Wahl. Es gebe ein, zwei Streichkandidaten für den Spieltagskader.
Schillingen, Sonntag, 24.9., 14.45h
Foto: Sandra Maes/Archiv
