Paukenschlag in Schöndorf: Die nach wie vor akut abstiegsgefährdete SG Franzenheim hat dem Klassenbesten aus dem Trierer Höhenstadtteil mit einem 3:2-Erfolg seine erste Saisonniederlage zugefügt.
Ausgerechnet gegen den bereits feststehenden Meister aus Tarforst wahrte die SG Franzenheim auf diese Weise ihre letzte Chance auf den Klassenverbleib. Der FSV legte nach einem Eigentor nach fünf Minuten vor, blieb über fast die gesamte Spielzeit hinweg die dominierende Mannschaft und hatte Chancen satt, auf 4:0 davonzuziehen. Unter anderem trafen Florian Weirich (37.) die Latte und Nicola Rigoni (83.) den Pfosten. Mit einem Doppelschlag jedoch stellten Lucas Jungandreas (39.) und Adrian Meier (41.) mit ihren Treffern den Spielverlauf auf den Kopf. Den Toren waren Fehler im Aufbauspiel und jeweilige Konter vorausgegangen. Caspar Suder egalisierte für Tarforst (72.), doch als eine Minute vor Schluss Jungandreas nach schnellem Ballgewinn und unwiderstehlichem Solo das 3:2 markierte, brachen alle Dämme (89.). In der Nachspielzeit vergaben Elias Heitkötter und Luca Quint hundertprozentige Möglichkeiten zum Ausgleich. „Klar, sind wir enttäuscht, dass wir die Saison nicht ungeschlagen beenden können. Das Torschussverhältnis stand bei 12:4, doch wir haben viele Chancen verballert, Pfosten und Latte standen uns zudem im Wege“, sprach FSV-Meistercoach Patrick Zöllner von individuellen Fehlern, die den Gegner zum Toreschießen eingeladen haben. Pellingens Vorsitzender Dominik Annen war begeistert von der Mentalität der Mannschaft. „Dass wir am Kirmes-Wochenende in Schöndorf den Meister besiegen würden, damit hat keiner gerechnet. Das war kämpferisch und läuferisch eine überzeugende Leistung. Der Liebertswald hat gebrannt.“ Nach vier Niederlagen am Stück erzwang die SGF wieder einen Sieg. In jenen Partien trafen Jungandreas und Co dreimal. Gegen den neuen Meister gelang das sogar in nur einem Spiel – Chapeau. Dennoch könnte der Sieg gegen Tarforst am Ende zu wenig sein, um den Klassenerhalt doch noch einzutüten. Das weiß auch Annen. „Gegen die Großen, wie Salmrohr und Tarforst haben wir gute Spiele abgeliefert und auch gewinnen können. Gegen direkte Konkurrenten aber haben wir zu viele Punkte liegenlassen.“
Foto: Sandra Maes
