Am kommenden Sonntag steigt auf der Tarforster Höhe das nächste Stadtderby mit Abstiegscharakter.
Den ersten Schritt haben die Tarforster bereits am vergangenen Sonntag gemacht, nachdem das Team von Trainer Alexander Becker beim VfL Trier mit 2:1 siegreich war und einen großen Schritt in Richtung A-Liga-Verbleib ging. Gelänge dem FSV ein zweiter Sieg in Folge, wäre das mehr als die halbe Miete zum Klassenverbleib. Dann wären es schon neun Punkte gegenüber dem Stadtrivalen aus Ehrang und Pfalzel. „Ich erwarte zwei Teams, deren Qualität in der Offensive einiges verspricht, und vor allem einen offenen Schlagabtausch. Es wird – wie schon im Hinspiel – hitzig und kampfbetont zugehen. Keiner wird dem anderen auch nur ansatzweise etwas schenken.“ Wie Becker betont, werde derjenige die Partie gewinnen, der die wenigsten Fehler in der Defensive begeht. „Es wird vor allem auch wieder ein Spiel auf Augenhöhe, jederzeit umkämpft und bis in die Nachspielzeit spannend bleiben. Da darfst du dir auch keinen Aussetzer oder keine Unkonzentriertheit in der Nachspielzeit erlauben – auch nicht in der 100. Minute, falls solange nachgespielt wird.“ Mit drei Siegen aus den vergangenen vier Partien sind die Tarforster zuhause leicht favorisiert. Doch das zählt am Ende nicht wirklich. „Entscheidend ist auf dem Platz. Da sollten alle Spieler auf den Punkt fit und konzentriert sein“, weiß Becker um eine knifflige Ausgangslage. Personell dürfte es gut aussehen beim FSV. Benedikt Resch wird aus dem Urlaub zurückerwartet. Auch Jacob Penth, der zuletzt nicht trainieren konnte, ist wieder eine Option. Lediglich Yahia Elgawady muss wegen der Roten Karte aus dem VfL-Spiel gesperrt zuschauen. „Ich erwarte einen ähnlichen Kader wie in den letzten Spielen und denke, dass wir fast aus dem Vollen schöpfen können“, so Becker.
Ähnlich erfolgreich verläuft die Rückrunde für die Ehrang-Pfalzeler. Nach der Winterpause bringen es die Schützlinge von Christoph Marzi immerhin auf neun Punkte aus sieben Spielen. Gegen die beiden Spitzenteams DJK St. Matthias (1:2) und SV Trier-Irsch (3:3) verpasste man nur knapp den Sieg. Bitter wurde es gegen Matthias, als man erst in der Nachspielzeit verlor bzw. die Verlängerung (war zeitgleich als Pokalspiel angesetzt) verpasste. Auch in Föhren wurde der 4:3-Vorsprung in den letzten Minuten noch verspielt. Der FSG-Trainer hat klare Vorstellungen: „Ich erwarte ein hartes und intensives Spiel – so wie die letzten Begegnungen gegen Tarforst auch. Keiner wird hier freiwillig einen Punkt herschenken, zumal es sich um ein Derby handelt. Am Ende wird die Tagesform eine entscheidende Rolle spielen.“ Für den 40-Jährigen, der auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen wird, gibt es nur eine Maxime: „Für uns gibt es nur eine Ausrichtung: Wir spielen auf Sieg. Jeder kennt seine Aufgaben in unserem System, doch entscheidend ist, dass wir als Einheit auftreten, als ein Team, als ein „Haufen“, der füreinander kämpft. Nur so kann man Spiele gewinnen. Jeder, der mich kennt, weiß, wie sehr ich die Mannschaft pushen kann – den Rest müssen sie gemeinsam auf dem Platz umsetzen.“ Passen müssen für die Partie in Tarforst Mattheo Fuhs (Studium in München), Jason Pütz (privat verhindert) und Janik Lerch (Gelb-Rot-Sperre). Ehrang hofft auf die Rückkehr von Patrick Mertes und Nikolai Smirnov.
TR-Tarforst, Sonntag, 10.5., 15.00h
