Titelaspiranten zeigen erneut ihre Stärke

Nachberichte, B-Trier/Saar: Nittel und Irsch weiterhin unantastbar

Titelaspiranten zeigen erneut ihre Stärke

21. September 2020, 13:33 Uhr

Foto: Jens Reh

Die SG Obermosel Nittel und der SV Trier-Irsch lassen am dritten Spieltag der B-Trier/Saar erneut ihre Muskeln spielen. Nach einem 7:0-Erfolg gegen Wawern bzw. einem 8:0-Sieg gegen Franzenheim führen beide Titelfavoriten die Tabelle mit neun Punkten und ohne einen Gegentreffer an. 

SV Wasserliesch II - VfL Trier 1:3 (1:2)

Die Wasserliescher Reserve wollte nach der Pleite gegen die SG Obermosel vor heimischem Publikum die ersten Punkte einfahren, empfing mit dem VfL Trier aber einen starken Gegner. Nichtsdestotrotz setzten die Hausherren das erste Ausrufezeichen durch Spielertrainer Michael Adam, der einen Konter nach einer VfL-Ecke zum 1:0 abschloss (39.). Zwei Unaufmerksamkeiten reichten den Heiligkreuzern jedoch, um das Spiel durch Sebastian Kohl (43.) und Konstantinos Papanikolaou (45.) noch vor der Pause zu drehen. Kurz nach dem Start des zweiten Durchgangs fand VfLs Felix Finkenberg mit einem Freistoß Sebastian Kohl, der den Ball zum 3:1-Endstand einköpfte (47.). „Wir haben das Spiel gemacht und Wasserliesch auf Konter gelauert. Das haben wir vor dem Spiel auch so erwartet. Wir hatten aber etwas Glück, dass wir noch vor der Pause das 2:1 schießen konnten. Wären wir mit 0:1 in die Pause gegangen, wäre es sicher schwierig geworden. Wir waren spielerisch heute nicht so gut, da vier bis fünf Stammspieler gefehlt haben. Der Sieg war trotzdem verdient“, resümierte VfL-Coach Bilal Boussi. Michael Adam, Trainer des SV Wasserliesch II ärgerte sich hingegen über den Sekundenschlaf seiner Mannschaft: „Wir haben vor und nach der Pause kurz gepennt und in diesen Phasen die Gegentore bekommen. Ansonsten waren wir aber gleichwertig. Man hat am Ende die Erfahrung des VfL gesehen, der das Ergebnis souverän runtergespielt hat.“

SG Wiltingen - SG Saartal Irsch II 0:0 (0:0)

Im dritten Anlauf glückte der SG Wiltingen endlich der erste Punktgewinn. Laut Trainer Tim Meurer war dafür allerdings einiges an Arbeit nötig: „Es war kein leichtes Spiel. Saartal hat uns gut Druck gemacht. Sie hatten auch zwei Elfmeter, die Philipp Beuel beide gehalten hat. Das hat der Mannschaft nochmal einen Schub gegeben. Wir waren die erste Halbzeit nicht wirklich da, doch in der zweiten haben wir richtig gekämpft. Die Jungs haben sich dadurch den Punkt verdient.“ 

SV Trier-Irsch - SG Franzenheim 8:0 (5:0)

Der SV Trier-Irsch blieb erneut fehlerfrei und ließ den Gästen aus Franzenheim von Beginn an nur wenig Chancen. Ein Dreierpack von Elias Heitkötter (9., 17., 19.) sorgte früh für klare Verhältnisse. Nils Spruck (27.) und Heitkötter (45.) entschieden das Spiel mit zwei weiteren Toren noch vor dem Pausenpfiff. In Hälfte zwei markierten Konstantin Arens (61.) und Spielertrainer Tobias Spruck (80., 82.) den 8:0-Endstand zugunsten der Hausherren. Entsprechend glücklich zeigte sich Spruck mit der Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben drei schnelle Tore erzielt und danach nicht nachgelassen. Spielfreude und Leidenschaft haben über die vollen 90 Minuten gepasst. Ich bin super zufrieden mit der Leistung jedes Einzelnen.“

SV Ayl - DJK St. Matthias Trier 4:2 (2:0)

Der SV Ayl verbuchte vor heimischen Publikum einen erneuten Sieg. Marc Rommelfangen (4.) und Simon Fell (11.) brachten die Gastgeber früh mit 2:0 in Front. Im zweiten Durchgang legten Andre Altenhofen (66.) und Matthias Gläsener (70.) per Doppelschlag nach. Die Gäste aus Trier verkürzten durch Lucas Oberbillig (75.) und Eric Pasucha (80.) zum 2:4-Endstand. Ralf Reger, Trainer des SVA sah trotz des Sieges Verbesserungsbedarf: „Wir haben sehr gut angefangen, aber schon nach dem 2:0 aufgehört Fußball zu spielen und nur noch abgewartet, was St. Matthias macht. Mit dem 3:0 und 4:0 war das Spiel dann entschieden.“ Auch Mattheis-Coach Markus Thees sah keine überzeugende Leistung seiner Mannschaft: „Wir mussten schnell einem 0:2 hinterherlaufen und haben es nie geschafft diesen Rückstand aufzuholen. Ansonsten war es ein ausgeglichenes Spiel auf mittelmäßigem B-Klassen-Niveau. Bei uns kamen ein paar Verletzte zurück und auch ein paar Neuzugänge kamen hinzu. Da hat man leider gemerkt, dass die Abstimmung noch nicht ganz gepasst hat. Wir haben eigentlich erst nach dem 0:4 angefangen zu spielen.“

SG Wawern - SG Obermosel Nittel 0:7 (0:3)

„Nittel wird zu 100 Prozent aufsteigen. Das ist für mich in Stein gemeißelt. Sie sind einfach zu gut für diese Klasse“, war sich Wawerns Trainer Carlo Müller nach der 0:7-Niederlage gegen den Ligaprimus sicher. Grund für diese Aussage war eine erneut starke Offensivleistung der SGO, die am dritten Spieltag die Treffer 15 bis 21 verbuchte. „Wir haben es 20 Minuten ordentlich gemacht, bestrafen uns dann aber mit einem individuellen Fehler, der zu einem berechtigten Elfmeter führt. Danach läuft alles in eine Richtung“, fasst Müller die Partie zusammen. Niko Buchheit brachte die Gäste von der Obermosel mit 1:0 in Führung (FE., 21.). Kevin Weber (29.) und Tom Schmit (32.) legten nach. Nach dem Seitenwechsel schraubten Niko Buchheit (48.), Carlo Buchheit (52., 56.) und Patryk Maciuch (82.) das Ergebnis in die Höhe. Ein perfektes Spiel sah Nittels Trainer Christof Kempny dennoch nicht: „Wir sind zufrieden, aber die erste Halbzeit war noch nicht ganz so perfekt. Das Spiel fand mit 20 Spielern in der Hälfte des Gegners statt, da ist es nie leicht sich Chancen zu erarbeiten. Da haben mir die herausgespielten Tore gefehlt. Die zweite Halbzeit war dafür hervorragend.“

SV Trier-Olewig - SG Hochwald II 3:0 (2:0)

Der SV Trier-Olewig sichert sich den nächsten Dreier und damit auch den dritten Tabellenplatz. Auf dem heimischen Hartplatz traf Dominik Greif (18.) zur Führung der Hausherren. Joshua Ruland markierte den Pausenstand (35.). Im zweiten Durchgang blieb die Partie lange Zeit offen, denn erst in der Nachspielzeit traf Paul Liam Berger zum 3:0-Endstand. Olewig blieb damit auch im dritten Saisonspiel ungeschlagen. Anders die Hochwald-Reserve, die erstmals in dieser Spielzeit ohne Punkte vom Platz ging.

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