„Es wird ein ganz schwieriges Jahr“

Interview, Bezirksliga: Frank Hermes – SG Nusbaum

„Es wird ein ganz schwieriges Jahr“

17. September 2020, 00:00 Uhr

Frank Hermes gehört zu den dienstältesten Trainern der Bezirksliga und ist seit sieben Jahren für das Team sportlich verantwortlich. In der Saison 2017/18 stieg der 47-Jährige, der früher selbst für die SG spielte, mit seiner Mannschaft in die Bezirksliga auf und hat sich seit zwei Jahren in dieser etabliert. Auch in seiner achten Trainersaison will Hermes die Liga halten.

11ER: Sie sind mit der Mannschaft in die dritte Bezirksligasaison gegangen. Wie schätzen Sie allgemein die Chancen ein, auch in dieser Spielzeit die Klasse zu halten?
Frank Hermes: Nachdem wir Martin Marx wegen seiner schweren Verletzungen verloren haben – er hat definitiv aufgehört – wird es nicht nur schwer, ihn zu ersetzen, sondern auch für das gesamte Team ein ganz schwieriges Jahr. Zumal die Liga nochmals stärker geworden ist und die Aufsteiger eine enorme Qualität mitbringen. Ich denke, dass es vier oder fünf Absteiger geben wird. Da muss man frühzeitig zusehen, dass man die Punkte holt. Wir haben einen relativ kleinen Kader, wir müssen von Verletzungen weitgehend verschont bleiben und jeder muss jeden Spieltag seine Leistung abrufen, damit wir in der Klasse bleiben können.

11ER: Der Kader hat sich gegenüber den Vorjahren kaum verändert. Wer ist neu im Team?
Hermes: Das wird für alle eine große Herausforderung, denn die meisten haben ein halbes Jahr keinen Fußball mehr gespielt wegen Corona. Jetzt müssen wir alles noch mal neu justieren. Neu dazu kamen Nico Zender aus Irrel aus der B-Klasse und Marcel Lemmer, der im Vorjahr den Sprung aus der zweiten Mannschaft geschafft hat und als defensiver Mittelfeldspieler überzeugte.

11ER: Nach dem guten Auftakt gegen Ralingen (2:0) stehen jetzt zwei Niederlagen in Folge, bei denen Ihre Mannschaft auch kein Tor erzielt hat, zu Buche. Ist diese Entwicklung für Sie Besorgnis erregend?
Hermes: Nein. Gegen Rot-Weiss Wittlich kann man verlieren. Das ist ein Spitzenteam, wobei wir uns da noch gut aus der Affäre gezogen haben. Wie wir uns aber gegen Wallenborn präsentiert haben (0:3), geht gar nicht. Da war kein Aufbäumen, keine Leidenschaft und keine Kommunikation auf dem Platz. Ich denke, dass die Mannschaft verstanden hat, worum es geht.

11ER: Wie schätzen Sie den Gegner ein?
Hermes: Der SV Speicher ist ein Aufsteiger, der sich gut verstärkt hat. Da spielen Leute, die schon höherklassig gespielt haben. Das wird eine harte Nummer, ich erwarte Speicher im Mittelfeld.

11ER: Was wollen Sie taktisch dagegensetzen?
Hermes: Wir wollen vor allem hinten noch mal sauber stehen und nach Möglichkeit zu Null spielen. Vor allem müssen wir eine andere Körpersprache und einen anderen Ehrgeiz zeigen als gegen Wallenborn. Wenn man Tore schießen will, muss man auch schnell nach vorne spielen und die Chancen auch nutzen.

11ER: Welche Vorzüge hat Tim Nottinger, der in der Vorbereitung häufig getroffen hat?
Hermes: Tim ist vor dem Tor schon richtig kaltschnäuzig, befindet sich momentan aber in einem kleinen Tief. Er muss jetzt dranbleiben. Normal spielen Tim und Andre Röll vorn, doch Eldin Hodzic drängt jetzt nach.

11ER: Welche Prognose können Sie abgeben?
Hermes: Auf dem guten Kunstrasenplatz in Speicher erwarte ich zwei Mannschaften, die einen technisch guten Fußball spielen. Es wird hochklassig. Zwar liegen wir von Speicher nicht allzu weit weg, doch es ist weniger ein Derby für uns.

11ER: Ist der Kader komplett?
Hermes: Ja, bis auf Kevin Liedke, der sich mit Knieproblemen herumschlägt, ist alles an Bord. (ls)

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