18.10.2019

Vorbericht, Bezirksliga: Bitburger Härtetest

Ligaprimus erwartet schwierige Aufgabe beim Tabellendritten

Soll im Spitzenspiel gegen den Primus FC Bitburg Regie im Mittelfeld führen und die „tödlichen Pässe“ spielen: Wallenborns Kapitän Benny Duckart (links). Foto: Robert Heyn

Es wird nicht nur tabellarisch das Spitzenspiel des zehnten Spieltages. Wenn die SG Wallenborn und der FC Bitburg aufeinandertreffen, prallen auch zwei grundverschiedene Philosophien aufeinander. Nur allzu gern würden die Hausherren dem noch unbesiegten Liga-Primus die erste Saisonniederlage beibringen. Es wird ein intensives und spannendes, von mehreren hundert Zuschauern emotional getragenes Spiel erwartet. 

Fabian Ewertz bezeichnet seine Mannschaft als gefestigtes Bezirksliga-Team, das vor allem defensiv kaum Lücken offenbart. Die lediglich sechs Gegentreffer zeugen von einer gewachsenen Stabilität und der Bereitschaft der gesamten Mannschaft, aktiv gegen den Ball zu arbeiten. Und offensiv passt es sowieso beim Spitzenreiter der Bezirksliga West. Demnach erwartet Ewertz beim Gastspiel in der Vulkaneifel einen harten Fight und eine extrem motivierte Wallenborner Mannschaft. „Wallenborn war eh und je eine kampf- und laufstarke Truppe. Jetzt haben sich zu den Grundtugenden auch fußballerische Qualitäten hinzugesellt. Sie machen das sehr gut und waren auch im Vorjahr schon sehr stark. Mit Sebastian Hilgers haben sie auch einen Torjäger wiederentdeckt.“ Die Taktik freilich will Ewertz nicht an die des Gegners anpassen. „Wir wollen unser Spiel durchziehen und an der Taktik nichts ändern. Aus einer sicheren Grundordnung wollen wir früh nach vorne pressen, um die Fehlerquote beim Gegner zu erhöhen.“ So will der Bitburger Coach situativ Änderungen vornehmen, wenn es wider Erwarten nicht rund laufen sollte. „Die Tabellenstände versprechen ein gutes und intensives Spiel mit vielen Fans. Ich hoffe, dass sich meine Mannschaft von der Kulisse nicht beeindrucken lässt und sich auf das eigene Spiel fokussiert.“ Das Hinspiel im Vorjahr war eine ziemlich deutliche Geschichte, der Rückkampf auf dem ungeliebten Ascheplatz in Stadtfeld äußerst unangenehm. „Das war ein hartes Spiel, als wir uns durch Kevin Arbeck einen mühevollen 1:0-Sieg erkämpft haben.“ Personell hat Ewertz wieder mehr Alternativen. Arthur Hartwick ist voll belastbar, zudem werden Daniel Braun und Jens Seidel wieder ins Aufbautraining einsteigen, wohl allerhöchstens von der Bank zum Einsatz kommen. Patrick Alff wird vermutlich noch eine Woche brauchen, um seinen Handbruch vollends auszukurieren und Kai Edringer fällt nach einer Schulterverletzung wohl bis auf Weiteres aus. Wallenborns Coach Andreas Hesslein, der gemeinsam mit Stephan Zimmer in der Verantwortung steht, gibt die Favoritenrolle gerne an Bitburg weiter. „Bitburg ist der Topfavorit, sie können sich nur selbst schlagen. Mittlerweile stimmt auch das innere Gefüge in deren Mannschaft. Fußballerisch sind sie sowieso das beste Team in der Liga.“ Doch Hesslein sieht auch gegen den spielstarken Widersacher eine Chance. „Im Fußball hat man immer eine Chance. Wir spielen zuhause und haben zudem Kirmes in Wallenborn, wo uns sehr viele Zuschauer unterstützen werden. Wir können mit einer guten Mentalität auch gegen Bitburg für eine Überraschung sorgen, wenn wir schnelle Ballgewinne haben und über ein gutes Umschaltspiel nach vorne kommen. Wir versuchen, dass Bitburg nicht so oft in die gefährlichen Zonen kommt.“ Topstürmer Sebastian Zimmer wird im Team zurückerwartet.
Wallenborn, Sa., 19.10., 19.00h

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