Dass die Partie Issel gegen Schweich oder umgekehrt immer etwas Besonderes ist, braucht man Fußballexperten nicht zu sagen. Weil im Hinspiel das Lokalderby an die Mosella ging, wird die aufstrebende SG Issel/Kenn alles daran setzen, um das Ergebnis zu revidieren und die eigenen Chancen auf den Relegationsplatz zu wahren. Es wird an der Mathenstraße, wenn die Mosella ihr Heimrecht wahrnimmt, vermutlich nicht zimperlich zur Sache gehen.
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Über die Kreisliga-C Mosel/Hochwald berichtet unser Redakteur Lutz Schinköth
Für TuS-Trainer Andre Badem ist das Spiel gegen Issel immer etwas Besonderes. „So ein Stadtderby ist trotz der C-Klasse immer interessant und mehr als ein normales Spiel. Die Spieler kennen sich aus gemeinsamen Jugendzeiten über Jahre hinweg. Die kitzeln sich dann gegenseitig vor dem Spiel.“ Doch über die 90 Minuten soll das freundschaftliche Verhältnis zumindest sportlich gesehen ruhen. „Danach kann man immer ein Bierchen zusammen trinken“, sagt Badem mit einem Augenzwinkern. Das Isseler Team habe eine junge und spielstarke Mannschaft, einen super Trainer und sei im Derby der Favorit, meint der Schweicher Coach. „Peter Klaar kommt auch mal nach Schweich Spiele gucken. Sie haben mit Nils Engemann und Alex Shigar zwei sehr torgefährliche und erfahrene Leute drin“, sagt Badem, der das Hinspiel noch gut in Erinnerung hat. „Wir haben das Spiel über weite Strecken bestimmt und späte Tore gemacht beim 2:1-Sieg. Wir wollen auch am Sonntag erfolgreich spielen und möglichst einen Dreier einfahren. Issel ist der Favorit, wir wären auch mit einem Unentschieden nicht unzufrieden.“ Für das Team von der Mathenstraße ist Harald Emmrich wieder zurückgeholt worden, er stand zuletzt gegen Gusenburg wieder zwischen den Pfosten. Einige Spieler stehen dem TuS nicht zur Verfügung. So fallen Tobias Hau und Eugen Scharnin nach Kreuzbandrissen aus, und auch Michael Becker ist mit Muskelfaserriss auf Eis gelegt. Kai Schabowski hat im Gusenburg-Spiel eine Zerrung erlitten. Sein Einsatz gegen den Stadtrivalen ist fraglich. Für Issels Trainer Peter Klaar sind Farschweiler und Hermeskeil zuletzt kein Gradmesser gewesen. „Wir haben aber Ruwertal und Föhren geschlagen, wollen auf Tuchfühlung zu Platz zwei bleiben. Deshalb dürfen wir nicht verlieren. Schweich war im Hinspiel die einzige Mannschaft, gegen die wir keine Chance hatten. Gegen Schweich werden wir nicht so viele Chancen bekommen, müssen in der Chancenverwertung eiskalt sein.“ Die Torwart-Frage sei vakant, meint Klaar.
Schweich, So., 1.12., 12.30h