Kommt jetzt die Zeit, in der der souveräne Tabellenführer aus Föhren das erste Mal Federn lässt? Ist es Issel, das dem großen Titelfavoriten die erste Saisonniederlage beibringt? Für die Liga wäre es sicherlich dienlich, denn dann wäre wieder ein Quantum mehr Spannung garantiert. Issel würde sich mit einem Sieg selbst wieder in eine günstige Ausgangsposition bringen - auch drei, vier Andere würden davon profitieren.

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„Endlich haben wir mal gegen einen Gegner gewonnen, der auch mit oben steht. Der Sieg im Ruwertal war jetzt wichtig, um den Anschluss nach oben doch noch mal schaffen zu können“, sagt Issels Trainer Peter Klaar nach dem 2:1 von Waldrach. Weil Markus Gindorf beruflich in Berlin unterwegs war, musste Alexander Fisch ins Tor – und das mit einem angebrochenen Finger. Der Sieg wurde jedoch teuer erkauft. Denn Daniel Siegesmund handelte sich nach einem Revanchefoul die Rote Karte ein und fehlt nun gegen Föhren. „Wir haben viele junge Spieler im Team, die richtig gut Fußball spielen können. Wenn wir komplett sind, dann können wir oben mitspielen. So fehlen uns vier, fünf Punkte. Doch die Moral und die Stimmung im Team sind gut. Platz zwei ist nach wie vor unser Ziel“, sagt Klaar, der gegen den Spitzenreiter nur auf den gesperrten Siegesmund verzichten muss. Dagegen ist Alex Shigar nach seiner vierwöchigen Sperre wieder frei und auch Torhüter Gindorf steht wieder zur Verfügung. Ricardo Pereira wird ebenso fit im Team zurückerwartet. „Föhren ist eine unglaublich starke Mannschaft, die offensiv sehr stark und im Mittelfeld über-durchschnittlich gut besetzt ist. Sie haben erst einmal Unentschieden gespielt. Doch wir wollen das Spiel auf keinen Fall verlieren und werden auf Remis spielen. Dazu müssen wir kompakt stehen und gut kontern. Auf keinen Fall dürfen wir ihnen die Räume geben – dann wird es eng.“ Mit der Doppelspitze Engemann/Shigar soll vorne Zählbares herausspringen. Föhren besitzt einen sensationellen Lauf und will auch gegen Issel dreifach punkten. Trainer Ralf Orth: „Wir haben als zweite Mannschaft einen großen Kader, eine gute Mischung aus jungen Perspektivspielern und erfahrenen Leuten wie Andre Kanitz, Jochen Conrad und Sven Müller. Die Trainingsbeteiligung ist gut, wir wollen mit einer kompakten Leistung auch gegen Issel gewinnen.“ Weil auch Philipp Kordel seine Rotsperre abgesessen hat, kann Orth aus dem Vollen schöpfen.

Schweich, SZ, Sa., 2.11., 17.30h