Vor zwei Wochen noch dürfte diese Partie in die Kategorie „klare Sache“ einzuordnen gewesen sein. Doch nach dem doch überraschenden, aber keineswegs unverdienten 3:1-Sieg von Hermeskeil gegen Osburg II ist die Truppe von Christoph Welsch nicht mehr zu unterschätzen.
„Uns fehlen vier Stammkräfte, deshalb wollen wir mehr defensiv agieren und versuchen, dennoch drei Punkte zu holen. Das Wichtigste ist die stabile defensive Grundordnung“, hat Welsch schon ein mögliches Rezept im Kopf. Ruwertal profitiert derzeit auch vom guten Lauf seiner Bezirksliga-Mannschaft und steht nicht ganz unverdient auf Platz vier. Die beste Zwischenplatzierung seit Jahren hat mehrere Gründe: Erstens steht das Abwehrgefüge deutlich besser, zweitens wurden die persönlichen Fehler geradezu abgestellt und drittens hat das Team von Mark Stüttgen offensiv Spieler zur Verfügung, die auch schon Bezirksligaeinsätze hatten. Mit diesem Pfand in der Hinterhand könnte die SGR auch dieses Mal wieder wuchern. Ruwertal dürfte auf dem Rasen in Kasel der Favorit sein, doch Hermeskeil ist jetzt auch alles zuzutrauen.