Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart hat sich die SG Ayl mit fünf Siegen aus den vergangenen sechs Spielen bis auf zwei Punkte an die Podiumsplätze herangearbeitet. Gegen den FSV Trier-Kürenz, der nach sieben Niederlagen in Folge zuletzt seinen ersten Saisonsieg feierte, wollen die Ayler ihren Aufschwung am Sonntag fortsetzen.
Die SG Ayl verpatzte ihren Saisonstart und blieb nach dem sang- und klanglosen Abstieg aus der A-Klasse in den ersten beiden B-10-Spielen ohne Punkte. Denn sowohl gegen Könen als auch gegen Sirzenich II unterlag die Elf von Stefan Becker und Ralph Güth mit 2:5. Die Zeiten der Punktlosigkeit fanden jedoch schon eine Woche später ein Ende: Gegen Schlusslicht Saarburg siegte die SGA mit 4:1 und ließ in den folgenden fünf Wochen vier weitere Dreier folgen. Lediglich dem SV Konz unterlagen die Ayler knapp mit 1:2. Der Aufschwung zeigt sich in der Tabelle, wo der Absteiger derzeit bei drei Siegen in Folge steht und mit 15 Punkten den sechsten Rang belegt. Damit sind es trotz des Fehlstarts nur noch zwei Punkte Rückstand auf die Podiumsplätze.
Gründe für die Trendwende gibt es einige. Zum einen ist der Kader der SGA stabiler geworden, wodurch im Training Abläufe einstudiert werden können. Zum anderen schüttelte man den Geist der vergangenen Saison ab und glaubt nach Gegentoren weiter an seine Chance, das Spiel für sich zu entscheiden. Nicht zu vergessen ist auch die gute Altersstruktur innerhalb der Mannschaft. So traf Routinier Michel Kupper-Stöß bereits sieben Mal in sieben Einsätzen und auch Spielertrainer Becker steuerte in vier Auftritten drei Tore bei. Dem Gegenüber stehen jüngere Spieler wie Nick Klasen, der – nachdem er die erste Hälfte der Vorsaison verletzungsbedingt verpasste – in guter Form scheint, in acht Partien sieben Mal traf und sieben weitere Tore auflegte. Daher sollte man sich auch nicht von der hohen Gegentorzahl (16) täuschen lassen. Klammert man die ersten beiden Spiele aus, stehen die Ayler bei einem Torverhältnis von 23:6 – ein starker Wert. Leistungen, die man auch an diesem Wochenende bestätigen möchte.
Beim kommenden SGA-Gegner sieht die Welt weniger rosig aus. Mit drei Punkten sowie 14:31 Toren belegt der FSV Trier-Kürenz den zweitletzten Tabellenplatz und findet sich damit nach der vergangenen Spielzeit erneut im Abstiegskampf wieder. Die gute Nachricht: Nach sieben Niederlagen in Serie glückte am letzten Wochenende gegen die SG Hochwald II (2:0) der erste Sieg sowie das erste Zu-Null-Spiel. Ein Schwung, den Coach Stephan Wicht und seine Elf mit in die nächste Partie nehmen wollen.
Das angeknackste Selbstbewusstsein des FSV sollte von dem Erfolg profitieren. Denn nach etlichen Wochen, in denen man Gegnern zwar Paroli bot, aber – meist aufgrund individueller Fehler – Punkte leichtfertig abschenkte, wurde man erstmals nicht bestraft. Ein Hoffnungsträger ist auch Neuzugang Sofyane Zakry, der meist auf der Zehn agiert und dort in vier Spielen drei Tore erzielte – zwei davon beim ersten Kürenz-Sieg der Saison. Zudem bringe der Neuling laut Wicht ein Profil mit, das bisher gefehlt habe.
Dennoch: Bei der SG Ayl steht der FSV Trier-Kürenz einem Team gegenüber, das als klarer Favorit in die Partie geht und gegen dessen Offensive man sich keine defensiven Aussetzer erlauben darf. Was passiert, wenn man nicht an die jüngste Leistung anknüpfen kann, bekam der Tabellenvorletzte in der Vorbereitung zu spüren. Dort unterlag man den Aylern mit 1:11. Eine Partie, die man aufseiten des Absteigers nicht überbewerten will, die aber Zuversicht für das Heimspiel geben dürfte. Es liegt also an den Kürenzern, zu zeigen, dass man aus der Niederlage gelernt hat und auch gegen eine formstarke Mannschaft, die um die Podiumsplätze mitspielen dürfte, mithalten kann.
Ayl, So., 04.10., 14.45h
Foto: Archiv/Maes
