Nach der Niederlage gegen Nachbarn SG Walsdorf durfte der TuS Ahbach gegen die SG Kylltal-Birresborn einen wichtigen Derbysieg feiern. Eine ärgerliche Niederlage für den Aufsteiger, der trotz zweifacher Führung leer ausging.
„Es war für mich ein klassisches 50:50-Spiel. Wir lagen zweimal in Führung und Ahbach stellte uns spielerisch nicht vor allzu große Probleme. Leider kassierten wir wie gegen Daleiden zu einfach die Gegentore, die aus groben Fehlern resultierten. Fallen diese Tore nicht, gewinnen wir das Spiel wahrscheinlich. Nach dem 2:1 trafen wir die Latte und hatten noch eine Großchance zum 3:1. Bauen wir den Vorsprung aus, kommt Ahbach nicht mehr zurück. Es ist deshalb eine ärgerliche Niederlage, weil wir die beiden Führungen nicht aus der Hand geben dürfen. Im Endeffekt sind wir es aber selber schuld“, fasste Kylltals Spielertrainer Daniel Bartsch die Partie gegen den TuS Ahbach zusammen.
In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit traf Tobias Schwitalla für die SG Kylltal-Birresborn zur Führung (20.). Nach einem Schuss von Paul Krämer staubte Nils Müller zum 1:1-Pausenstand ab. Im zweiten Durchgang legten die Hausherren vor rund 250 Zuschauern erneut vor: Pascal Hein erzielte das 2:1. Kylltal traf im Anschluss nach einem Freistoß nur die Latte und vergab eine weitere Möglichkeit, die Führung auszubauen. Das rächte sich, denn in der 70. Minute tankte sich ein Ahbacher durch den Strafraum und legte unbehelligt auf Peter Grün ab. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und glich aus. Nur acht Minuten später bediente Grün Manuel Hermes, der zur ersten Ahbacher Führung des Tages traf. Kylltal kämpfte und sah zehn Minuten vor Abpfiff eine „klare Fehlentscheidung“, als Paul Krämer nach einem vermeintlich groben Foulspiel nur die Gelbe Karte sah. Den Schlusspunkt zum 4:2-Endstand setzte Ahbachs Jan Müller in der 94. Minute per Foulelfmeter. Zuvor war Peter Grün gefoult worden.
Für die Gäste aus Ahbach war der Derbysieg zugleich ein Befreiungsschlag – und für Spielertrainer Daniel Clausen allemal verdient: „Es war wieder ein hart umkämpftes Derby mit vielen Nickligkeiten, aber alles noch im fairen Rahmen. Unsere Moral hat absolut gestimmt und wir haben nach den Rückschlägen einfach weitergemacht. Spielerisch waren wir die bessere Mannschaft und der Sieg war auch verdient.“
Foto: Archiv/Maes
