In einem Stadtteil-Derby stehen sich am ersten Spieltag der neuen Saison der FSV Trier-Tarforst II und Aufsteiger TuS Trier-Euren gegenüber.

Einfach machte es sich der FSV Trier-Tarforst II nach seiner Rückkehr in die A-Klasse nicht, doch am Ende stand der neunte Tabellenplatz und damit der Klassenerhalt. In diesem Jahr stellt sich im Trierer Höhenstadtteil abermals die Frage, ob man das volle Potenzial der jungen Truppe auf den Platz bringen und die Mannschaft auf hohem Niveau stabilisieren kann. Dafür verantwortlich ist ab dieser Spielzeit Markus Schwind, der lange Zeit die A-Jugend des FSV trainierte. Viele Spieler sind dem neuen Tarforst-Coach daher bestens bekannt: „Ich habe viele Spieler schon in der Jugend trainiert und kenne sie. Aus der A-Jugend rückten jetzt noch fünf Spieler in die zweite Mannschaft auf, zwei schafften sogar den Sprung in die erste.“

Dass es während dieser Spielzeit erneut zu Hilfestellungen aus der ersten Garde oder der Jugend kommen kann, lässt sich laut Schwind nicht ganz ausschließen: „Ziel des Vereins war es immer, einen stabilen Kader für die zweite Mannschaft zu haben. Mit einer ersten Mannschaft in der Rheinlandliga und der vielen Jugendarbeit ist das aber keine leichte Aufgabe. In dieser Saison haben wir einen stabilen, guten Kader, aber dadurch sind wir nicht davor geschützt, dass es von Woche zu Woche mal Veränderungen gibt oder Spieler verletzt ausfallen. Da ist es gut, wenn man sich gegenseitig unterstützen kann.“ Zu was der Tarforster Kader imstande ist, könnte sich gleich am ersten Spieltag zeigen, wenn man den TuS Trier-Euren zu einem Stadtteil-Derby empfängt.

Die Elf aus dem Trierer Westen führte die B-11 im vergangenen Jahr an, ehe man in der Schlussphase ins Straucheln kam und sich dem SV Olewig beugen musste. Letztendlich durften die Eurener dennoch jubeln, da dank der Quotientenregelung der Sprung in die A-Klasse glückte. Ein kleines Wunder, denn 2024/25 spielte der TuS noch in der C-Klasse, stieg dort ebenfalls als Tabellenzweiter auf. In der A-Klasse müssen sich die Eurener nun erneut binnen kürzester Zeit an ein neues Niveau gewöhnen, um die nötigen Punkte für den angestrebten Klassenerhalt zu sammeln. 

Auf erste Zähler dürfte man in Euren schon am ersten Spieltag hoffen. Schließlich reist die Truppe von Daniel Ries nach dem Sieg über die SG Zewen im Kreispokal mit breiter Brust an. Aber auch die Tarforster sind auf die Punkte aus, verfolgt man doch ein ähnliches Ziel, wie Markus Schwind erklärt: „In der letzten Saison sicherten wir spät den Klassenerhalt. In der Saison davor stiegen wir in die A-Klasse auf und davor stiegen wir aus ihr in die B-Klasse ab – es ist unser aller Ziel, mehr Konstanz reinzubringen. Schaffen wir es, einen eingespielten, stabilen Kader aufzubauen und frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern, können wir mit der Saison zufrieden sein.“ Punkte am ersten Spieltag wären dementsprechend ein guter Start. 

Wollen die Tarforster siegen, muss man nicht nur spielerisch überzeugen, sondern den körperlich starken Eurenern auch in den Zweikämpfen Paroli bieten. Und genau dies fordert Schwind von seiner jungen Truppe: „Euren ist eine körperlich starke Mannschaft, die auch über ihre Emotionen kommt. Unsere junge Mannschaft muss lernen, dass das in der A-Klasse dazugehört. Es ist eine andere Körperlichkeit als in der A-Jugend-Rheinlandliga. Wir haben aber auch erfahrene Jungs im Kader und spielen auf unserem Kunstrasen, was unserem Spiel entgegenkommt.“

Trier-Tarforst II, So., 09.08., 15.00h

Foto: Archiv/Sandra Maes