Im Aufeinandertreffen zweier formstarker Teams kämpfen die einen um Platz drei, die anderen um den Klassenerhalt.
Die Stimmung bei der SG Saartal II könnte eigentlich kaum besser sein. Von den letzten fünf Spielen gewann man vier und stockte so das maue Punktekonto mächtig auf. Das Problem: Die Siege gegen Matthias II und den FSV Trier-Kürenz wurden der Zweitvertretung aufgrund des Einsatzes eines Stammspielers aberkannt. Die Saartaler haben damit plötzlich sechs Punkte weniger auf dem Konto, während sich der direkte Konkurrent aus Kürenz über einen Dreier am Grünen Tisch freuen darf. Umso höher ist die Leistung des vergangenen Wochenendes zu bewerten, als die SGS den SV Trier-Irsch II mit 4:0 schlug und sich damit den Platz überhalb der Abstiegszone zurückerkämpfte. Anders, als es die letzten Wochen suggerierten, ist man aber noch nicht.
Aktuell liegt die Saartal-Reserve zwei Punkte vor dem FSV Trier-Kürenz und den direkten Abstiegsplätzen. Es ist daher noch alles möglich: der Klassenerhalt, ein Entscheidungsspiel um den Ligaverbleib und der direkte Abstieg. Eine Drucksituation, für die Saartals Trainer Erhard Gross seine Elf gewappnet sieht: „Nach der aktuellen Situation sind wir noch nicht endgültig safe. Deshalb ist es für uns extrem wichtig, auch im letzten Spiel noch einmal alles in die Waagschale zu werfen und den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu sichern. So, wie die Mannschaft in den vergangenen Wochen aufgetreten ist und performt hat, hätten wir uns das absolut verdient.“
Mit dem FC Könen wartet auf die Saartaler ein Gegner, der auf dem vierten Platz rangiert und nicht daran denken dürfte, Punkte abzuschenken. So dürfte nach der Hinspielniederlage (5:2) bei der SGS eine Revanche oberste Priorität beim FCK haben. Aus gutem Grund: Der dritte Tabellenplatz ist nur zwei Punkte entfernt und damit noch in Reichweite, sollte man das Heimspiel für sich entscheiden und die SG Wincheringen patzen. Zum Problem für die abstiegsbedrohte Saartal-Elf könnte zudem werden, dass der FC Könen in absoluter Topform ist.
Die Elf von Spielertrainer Marcel Herrig gewann elf von zwölf Rückrundenspielen und ist – gemeinsam mit Olewig – das mit Abstand stärkste Team der zweiten Saisonhälfte. So konnte Könen seine Punktausbeute in der Rückrunde mehr als verdoppeln, erzielte zudem 37:12 Tore. Saartal II steht demnach vor einer Herausforderung, die größer nicht sein könnte.
Könen, So., 24.05., 12.30h
Foto: Archiv/Sandra Maes
