In einer wilden Partie, die den Gästen sauer aufstieß, sicherte sich Kellerkind Kürenz den zweiten Sieg in Folge. Die Hoffnungen auf ein Abstiegswunder leben damit weiter.

Da Konkurrent Saartal II den Abstand zu Kürenz bereits am vergangenen Mittwoch auf acht Punkte ausbauen konnte, stand der FSV Trier-Kürenz im Heimspiel gegen den SV Tawern II unter hohem Druck – schließlich wäre der Abstieg bei einer Niederlage nur noch rechnerisch möglich gewesen. Und tatsächlich sah es lange nach einem Abstieg des Aufsteigers aus, erwischten die Gäste aus Tawern doch den besseren Start. Bastian Zillgen traf zur frühen Führung des SVT (10.) und Tim Mock erhöhte in der 26. Minute auf 0:2. 

Im Anschluss lief laut Tawerns Trainer Torsten Konter dann aber einiges gegen seine Elf: „In der ersten Halbzeit fingen wir gut an, doch Kürenz verwandelte eine Ecke direkt zum 1:2. In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel zum Vergessen und wahrscheinlich die schlechteste Hälfte, die wir in dieser Saison spielten. Das war einfach gar nichts. Ich bin kein Freund davon, mich über die Leistung des Schiedsrichters zu äußern, aber die war heute leider katastrophal. Es gab zwei Aktionen, wo zwei Kürenzer die Rote Karte sehen müssen und wie der erste Elfmeter zustande kam, weiß ich nicht. Zum Gegner möchte ich mich dahingehend auch nicht weiter äußern. Nichtsdestotrotz war unsere Leistung in der zweiten Halbzeit sehr schlecht.“

In der 37. Minute schlug eine Ecke von Mustafa Kamal im Tor der Tawerner ein und sorgte so für den 1:2-Pausenstand. Im zweiten Durchgang glich Arthur Günthner aus (53.). Die Kürenzer hatten die Entscheidung im Anschluss gleich mehrfach auf dem Fuß, vergaben aber einen Elfmeter und ließen Konter ungenutzt. In der 79. Minute traf Lukas Spang mit einem weiteren Elfmeter zur Führung des FSV (79.). In den Schlussminuten sah ein Kürenzer die Gelb-Rote Karte (90.). Eine finale Chance zum Ausgleich konnte die Tawern-Reserve nicht nutzen.

Für Kürenz und Trainer Stephan Wicht ein überlebenswichtiger Erfolg, durch den man wieder auf fünf Punkte ans rettende Ufer heranzog: „Anfangs waren wir nicht im Spiel, kämpften uns dann aber rein. Wir konnten damit die Leistung der letzten Spiele bestätigen. Am Ende war es aus meiner Sicht ein verdienter Sieg.“

Foto: Archiv/Alfred Weinandy