Nur noch wenige Siege stehen zwischen der SG Kordel und dem Meistertitel der B-10. Nach der jüngsten Niederlage liegt der Fokus jedoch nicht auf dem direkten Wiederaufstieg, sondern auf der kommenden Aufgabe. Denn dort wartet die SG Pölich, die zuletzt den (bis dato Tabellenzweiten) SG Thalfang/Berglicht schlug.
Am vergangenen Wochenende endete die längste Siegesserie der B-10-Saison, als die SG Kordel nach 15 Erfolgen der SG Osburg unterlag. Eine Niederlage, die – wie Kordels Trainer Christian Adams sagte – „okay“ ist. Schließlich sei klar gewesen, dass man die Dreierserie nicht endlos weiterführen könne. Der Zeitpunkt war dennoch ungünstig: Verfolger Thalfang verlor sein Spiel und mit einem Sieg hätten die Kordeler ihren Abstand zur SGT auf zehn Punkte ausbauen können. Stattdessen nutzte die SG Züsch den Fehltritt des Tabellennachbarn und zog auf Rang zwei vor, wo man fünf Zähler hinter dem Primus steht.
Vieles hat sich dadurch allerdings nicht für Kordel geändert, denn da die Züscher ein Spiel mehr absolvierten und am Wochenende spielfrei haben, könnte man den Abstieg zum zweiten Rang wieder weiter ausbauen. Und genau dies ist das Ziel des Spitzenreiters, der bei fünf ausstehenden Spielen nur noch wenige Siege zum Meistertitel benötigt. Dass der SGK der Titel kaum noch zu nehmen ist, dürfte auch den ärgsten Konkurrenten klar sein, trifft Kordel in den nächsten Wochen doch auch noch auf die Kellerkinder aus Haag II und Geisfeld II. Beim Team selbst liegt der volle Fokus nicht auf den nächsten Wochen, sondern auf der kommenden Partie, wo man in die Erfolgsspur zurückkehren will. Den Sieg wird man in Detzem schließlich nicht geschenkt bekommen, wartet dort doch Thalfang-Bezwinger SG Pölich.
Die Pölicher trennten sich in der Winterpause von Trainer Alex Becker. Seit vier Spielen ist nun ein Interimsduo, bestehend aus Spieler Sandro Kreten und Zweite-Mannschaft-Coach Patrick Kastner, installiert, ehe zur kommenden Spielzeit Damian Stoklosa übernimmt. Der plötzliche Wechsel fruchtete bisher, denn nach vier Partien sind die Pölicher noch ohne Niederlage. Gegen Farschweiler siegte man 0:4, ehe man sich gegen Niederemmel II (2:2) und Bekond (4:4) die Punkte teilte. Zuletzt stürzte man die Thalfanger vom Relegationsrang, als man zur Pause 0:4 führte und diesen Vorsprung über die Zeit brachte (3:5). Ein Coup, durch den die Moselaner auf Rang sechs vorzogen und dort das Quartett der punktgleichen Mannschaften aus Bekond, dem Ruwertal und Schweich (jeweils 28 Punkte) anführt.
Im Spiel gegen die SG Kordel dürfte der Tabellenplatz bei den Pölichern also nicht unbedingt für zusätzliche Motivation sorgen – das Hinspiel hingegen schon. Im ersten Aufeinandertreffen mit dem Primus in dieser Saison kam die SGP mit 7:0 unter die Räder. Vor eigener Kulisse darf man nun Wiedergutmachung fordern. Ein Ding der Unmöglichkeit? Keineswegs: So unterlagen die Pölicher in der Hinrunde auch der SG Thalfang/Berglicht, verloren mit 1:9. Zeigt man sich gegen die Kordeler ähnlich effizient im Abschluss, ist aus Sicht der Hausherren alles möglich. Für die SGK geht es wiederum darum, der klaren Favoritenrolle gerecht zu werden, sich – anders als gegen Osburg – hochkarätige Abschlussmöglichkeiten zu erspielen und diese auch zu nutzen. Ob das gelingt, wird sich am Sonntagmittag in Detzem zeigen.
Detzem, So., 26.04., 14.30h
