Nicht nur geographisch, sondern auch in der Tabelle der B-11 liegen die Mannschaften aus Konz und Könen in direkter Nachbarschaft. Beste Voraussetzungen für ein Derby, das schon im Hinspiel für beste Unterhaltung sorgte.

Der FC Könen zeigte in 2026 bisher gute Leistungen und gab in den sechs absolvierten Spielen nur ein einziges Mal Punkte ab – beim 4:1 in Trier-Olewig. Auch wenn man damit den Kontakt zum damaligen Tabellennachbarn verlor, steckte die Elf von Spielertrainer Marcel Herrig die Niederlage gut weg. So folgten in den letzten zwei Wochen ein Kantersieg gegen Udelfangen und ein 0:2-Auswärtssieg beim (bis dato) Primus TuS Trier-Euren. An diesem Sonntag will der FCK vor heimischem Publikum das nächste Ausrufezeichen setzen, wenn man den neuen Tabellennachbarn aus Konz zum Derby empfängt.

Der SV Konz startete ebenfalls gut ins Jahr und hielt den Druck auf das Führungsduo aus Wincheringen und Euren hoch. In den letzten zwei Wochen unterlag man dann aber dem SV Tawern II und dem SV Trier-Irsch II, ließ zu den ersten beiden Plätzen abreißen und rutschte auf Rang vier ab. Bei acht Punkten Rückstand auf die Spitzenreiter ist die Chance auf den direkten Wiederaufstieg – auch wenn dieser nie das ausgegebene Ziel war – dahin. 

Dementsprechend finden sich beide Mannschaften mit dem SV Trier-Olewig im Duell um Platz drei wieder. Für Könen und Konz ist dieser zwar Nebensache, dennoch will man im weiteren Saisonverlauf noch möglichst viele Erfolge einfahren. So wollen sich die Rivalen bereits für die kommende Spielzeit einspielen, an aktuellen Problemen arbeiten und mit breiter Brust aus der Saison 2025/26 gehen. Anders gesagt: Man will sich ein Fundament erarbeiten, dass 2026/27 Früchte trägt und beide Mannschaften dazu qualifiziert, ganz oben mitzuspielen. Dass es dazu in diesem Fußballjahr noch nicht reichte, hat Gründe.

Könen legte einen Fehlstart hin: Gegen Matthias II gab der FCK eine 2:0-Führung aus der Hand, gegen Tawern II reichte es im Anschluss nur zu einem Remis und zwei Wochen später verspielte man auch gegen Wasserliesch mehrmals die Führung. Nach der Winterpause zeigte man sich zwar konstanter, konnte den Rückstand auf das Führungsduo allerdings nicht wettmachen. Wie Könen steigerte sich auch der SV Konz im Saisonverlauf. Nach dem Winter schien die Truppe gefestigt und spielfreudig. Die letzten beiden Partien offenbarten dann aber die Schwäche der Konzer: Nach dem Umbruch hat sich noch keine richtige Führungsstruktur entwickelt und in den entscheidenden Momenten fehlt es der Mannschaft nicht nur an Spielern, die vorangehen, sondern an Mentalität. Im Derby muss man nun genau den Hunger und Willen zeigen, den man zuletzt vermissen ließ.

Die Ausgangslage für ein umkämpftes Nachbarschaftsduell könnte kaum besser sein. Konz liegt drei Punkte vor dem FC Könen, der bei einem Sieg vor heimischer Kulisse gleichziehen könnte. Der SVK will die Trendwende einleiten und den Tabellenfünften auf Abstand halten. Kein Wunder also, dass sowohl Könens Herrig als auch Konz-Coach David Kwast ein hitziges Spiel mit offenem Ausgang erwarten. Wie wild es werden könnte, machte das Hinspiel deutlich. Damals teilten sich die Konkurrenten die Punkte, nachdem Könen die Partie dank eines Treffers in Unterzahl anführte, ehe Konz in der 90. Minute zum 3:3-Endstand ausglich. Ein ähnliches Derbyspektakel dürfte auch am Sonntag warten.

Könen, So., 26.04., 15.00h

Foto: Archiv/Sandra Maes