Die Schleider scheinen sich gerade noch rechtzeitig auf ihre kämpferischen Tugenden zu besinnen und haben den Abstiegskampf wohl angenommen.




Die treten jetzt mächtig aufs Gaspedal und sind im dritten Spiel in Folge schon unbesiegt. Der SV Schleid darf somit weiter vom Klassenverbleib träumen. „Mit einem verdienten Sieg haben wir uns etwas Luft verschafft und wollen nächste Woche in Sirzenich da weitermachen, wo wir heute aufgehört haben. Wir sind seit drei Spielen ungeschlagen und haben nur einen Gegentreffer kassiert. Nach dem Sekundenschlaf und dem Rückstand haben wir zeitig geantwortet, das Zepter übernommen und agierten dann klar als die bessere Mannschaft“, befand Schleids Spielertrainer Taner Weins. Thomas Dienhart ließ Niederemmel nach 90 Sekunden in Front ziehen, doch ein an Arthur Hartwick verwirkter und von Tim Hartmann verwandelter Foulelfmeter brachte die Wende (44.). Mit einem herrlichen Distanzschuss drehte Veron Pandozzi die Partie zugunsten der Hausherren – 2:1 (77.). Den Schlusspunkt setzte Hartwick, der nach guter Parade zuvor per Grätsche das 3:1 markierte (90.+2). Niederemmels Coach Sascha Kohr konstatierte: „Schleid hatte heute eine sehr gute Aufstellung, doch wir haben nach einem schönen Spielzug über rechts nach einer Flanke von Luca Hermandung zum 1:0 getroffen. Wir haben dann etwas defensiver gespielt und Schleid das Spiel überlassen. Eric Hagen und Luca Hermandung hatten über Umschaltmomente gute Gelegenheiten, auf 2:0 zu erhöhen. Das haben wir leider versäumt. Dann kam die spielentscheidende Szene kurz vor der Halbzeit, als wir für meine Begriffe einen unberechtigten Elfmeter gegen uns kriegen, als Mario Görgen regelkonform in den Zweikampf geht, doch der Schiedsrichter das anders bewertet hat. Das 1:1 war ein Schock für uns. Im Gegenzug traf Schleid dann die Latte. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir wenig zugelassen, Schleid hatte zwar mehr Ballbesitz, agierte aber nicht zwingend genug. Dann sind wir mit einem Fernschuss in Rückstand geraten, müssen danach selber einen Elfmeter bekommen, weil es unten wie oben einen Kontakt gab. Wir haben alles versucht, aufgemacht und mit einem weiteren Fernschuss das dritte Gegentor bekommen. Die Niederlage ist nicht ganz unverdient, weil wir in der zweiten Halbzeit zu wenig Entlastung hatten, doch der Schiri hat für meine Begriffe das Spiel mit entschieden.“

Foto: Sandra Maes