Eine Stunde lang boten die Ruwertaler dem Klassenbesten Paroli und hielten ein 2:2-Unentschieden. Doch nach dem die Tarforster die Zügel wieder spürbar anzogen, kam der designierte Meister doch noch zu einem klaren 4:2-Erfolg.
Ein Einwechselspieler sorgte dabei in der Nachspielzeit für die Erlösung. Mit diesem letztlich verdienten Sieg gegen den Rangsiebten aus dem Ruwertal kam der weiterhin ungeschlagene Primus dem Ziel des vorzeitigen Meistertitels ein großes Stück näher. Im ersten Abschnitt erwiesen sich die Gäste als ebenbürtiger Gegner, der durch Fabian Eiden früh in Führung zog (7.). Die Gäste agierten mutig und clever in der Chancenverwertung, machten die Räume extrem eng und zeigten eine starke kämpferische und läuferische Leistung. Doch Torwart Jordan Nkamgove hatte auch alle Hände voll zu tun. Der SGRG-Keeper klärte bei Schüssen und Kopfbällen von Florian Weirich und Caspar Suder mehrfach. Mit einem Doppelschlag von Caspar Suder (21.) und Felix Stüber (27.) drehte Tarforst die offensiv geprägte Partie. Der junge Suder profitierte bei seinem Ausgleichstreffer von einer präzisen Flanke von Niklas Gouverneur, bevor er per Kopf traf. Stüber netzte nach einem Pass von Elias Heitkötter ins rechte untere Eck. Nach Ballgewinn im Mittelfeld verwertete Steve Kirchen einen Blitzkonter über Eiden zum 2:2-Pausenstand. Den zweiten Durchgang dominierte der FSV – das 3:2 von Elias Heitkötter nach Zuspiel von Florian Weirich war überfällig (59.). Als Ruwertal aufmachte und volles Risiko ging, entschied der eingewechselte Luis Böhme die Partie mit dem 4:2 final für den designierten Aufsteiger. „Unsere Fehler hat Ruwertal zunächst gnadenlos bestraft. Es hat 20 Minuten gedauert, bis wir das Spiel im Griff hatten, müssen das dritte und vierte Tor machen. Stattdessen erzielt Ruwertal nach einem Konter das 2:2. Die haben eine ordentliche Leistung gezeigt, doch der Sieg ist letztlich verdient“, kommentierte FSV-Trainer Patrick Zöllner. SG-Coach Bastian Jung attestierte seiner Mannschaft vor allem in Halbzeit eins ein „sehr gutes Spiel. Wir haben kompakt gestanden und über Umschaltaktionen gefährliche Nadelstiche gesetzt. Durch Fehler im Spielaufbau kassieren wir zwei vermeidbare Gegentore. Wir haben das Spiel lange offen gehalten.“ Das dritte Gegentor sei nach Angaben von Jung nicht zu verteidigen gewesen. „Jordan hat mehrfach super gehalten und uns lange hoffen lassen. Als wir hinten aufgemacht haben, haben wir das 2:4 kassiert. Dann war es vorbei.“ Immerhin hatten die Ruwertaler dem Spitzenreiter das Leben lange Zeit schwer gemacht und ihn zu 100 Prozent gefordert. Das sah auch Tarforsts Coach Patrick Zöllner so: „Ruwertal war top motiviert gegen uns und hat es uns von Beginn an schwer gemacht mit ihrem schnörkellosen Spiel.“ Am verdienten Sieg ließ der 50-Jährige aber keinen Zweifel. „Wir haben die Partie dann schon auch dominiert und hätten schon vor der Halbzeit führen müssen.“
