Überraschung in Fell: Die Zweitvertretung aus Kenn drehte den Rückstand gegen die favorisierte SG Ruwertal II und sicherte sich einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf.
Für den Tabellensechsten aus dem Ruwertal ging das Gastspiel beim Kellerkind zunächst seinen erwarteten Gang. Benedikt Knobloch schoss die SGR-Reserve nach einem Handspiel in Führung (12.). Im Anschluss blieben die Gäste dann aber hinter ihren eigenen Erwartungen zurück – auch, weil die Kenner ein gutes Spiel machten und nur fünf Minuten später durch einen direkten Freistoßtreffer von Felix Spitzley zurückschlugen. Die Hausherren hielten die Partie im Anschluss offen und drehten das Spiel in der 36. Minute, als ein Abschluss von Philip Stark im Ruwertaler Tor einschlug – 2:1 Pausenstand.
Im zweiten Durchgang übernahmen die Ruwertaler die Spielkontrolle und münzten diese in Abschlussmöglichkeiten um. Von diesen fand jedoch keine den Weg ins Kenner Tor, sodass sich der Aufsteiger einen wichtigen Dreier im Abstiegskampf sichern konnte. Ein Sieg, der laut Kenns Co-Trainer Björn Berens nicht unverdient war: „Wir waren gut auf Ruwertal eingestellt und spielten zuhause in Fell, wo wir in dieser Saison schon einige gute Leistungen zeigten. Nach dem Rückstand glichen wir durch einen Freistoßtreffer von einem unserer drei A-Jugendlichen aus. Alle drei spielten heute sehr gut. Philip Stark legte das 2:1 nach und die Führung zur Pause ist durchaus verdient. In der zweiten Halbzeit betrieb Ruwertal mehr Aufwand. Wir wurden müde, konnten viele Situationen aber wegverteidigen und die Führung über die Zeit bringen. Der Sieg war eine Kampf- und Willensleistung.“
Für Coach Andreas Wagner und seine Ruwertaler war es hingegen ein gebrauchter Tag: „Wir verschliefen die erste Halbzeit nach der frühen Führung und machten vor dem 2:1 zwei individuelle Fehler. In der zweiten Halbzeit hatten wir Chance über Chance, kamen aber nicht zum Ausgleich. Generell war es von der Spielanlage und dem Fußballerischen heute nicht das, was wir uns vorgenommen und vorgestellt haben.“
Da Kenns Konkurrent Geisfeld II ebenfalls siegte, blieb der Vorsprung der SGK auf die Abstiegsränge bei drei Punkten bestehen.
